Slowakei gedachte 15 Jahre NATO-Beitritt
Bratislava (APA) - Dank dem nordatlantischen Verteidigungspakt ist die Slowakei nach Ansicht des Staatspräsidenten Andrej Kiska heute ein pr...
Bratislava (APA) - Dank dem nordatlantischen Verteidigungspakt ist die Slowakei nach Ansicht des Staatspräsidenten Andrej Kiska heute ein prosperierendes und sicheres Land. Das erklärte Kiska am Freitag zum 15. Jahrestag des NATO-Beitritt seines Landes. Zum historisch ersten Mal wurde bei diesem Anlass vor dem Präsidentenpalast in Bratislava die offizielle NATO-Flagge gehisst, um das Beitrittsjubiläum zu ehren.
Der Beschluss der NATO beizutreten war eine „souveräne und freiwillige Entscheidung“ der Slowakei, betonte Kiska in einer über soziale Netzwerke veröffentlichten Video-Botschaft. Auch das stärkste Land könnte den aktuellen Herausforderungen wie Terrorismus, Migration oder Klimawandel nicht allein trotzen. Mit der NATO-Mitgliedschaft habe die Slowakei Freunde und Verbündete gewonnen. „Menschen aus 28 Ländern, die im Fall der Notwendigkeit bereit sind, für unsere Sicherheit ihr Leben zu lassen. Wir sind nicht allein,“ sagte der Präsident.
Kiska versicherte, die Slowakei werde ebenfalls alle ihre Verpflichtungen einhalten. Dass die Bürger seines Landes seit 15 Jahren die besten Sicherheitsgarantien genießen, sei nämlich keine Selbstverständlichkeit, unterstrich er.
Die Slowakei ist der NATO am 29. März 2004 zusammen mit Bulgarien, Rumänien, Slowenien und den drei baltischen Ländern beigetreten. Die erste Erweiterungswelle fünf Jahre zuvor, bei der alle Nachbarn aus der Visegrad-Gruppe (Tschechien, Polen und Ungarn) aufgenommen wurden, hatte das Land versäumt.
Grund waren Probleme mit der Einhaltung demokratischer Prinzipien während der Ära von Ex-Premier Vladimir Meciar, der sein Land in internationale Isolierung geführt hatte. Nach einer innenpolitischen Wende führte die Regierung von Mikulas Dzurinda die Slowakei in die Allianz.
Der Beitritt war eine „strategische Entscheidung“, erklärte am Freitag auch der sozialdemokratische Ministerpräsident der Slowakei Peter Pellegrini. Der Schutz des Landes sei eine Priorität, meinte er. „Wir sind ein kleines Land. Würden wir allein bleiben, wären wir keine Brücke, sondern nur leichte Beute,“ so Pellegrini.
Für das Land bedeutete der Beitritt mehr als nur eine Erhöhung der Sicherheit, betonte das Außenministerium in Bratislava. „Er war der Ausdruck unserer Zugehörigkeit zu den entwickeltesten Demokratien der Welt,“ hieß es in einer Stellungnahme des Ministeriums. Das Verteidigungsministerium der Slowakei ehrten das Beitrittsjubiläum am Freitag mit einem feierlichen Auftritt von Soldaten in Bratislava.
Die NATO-Mitgliedschaft der Slowakei hat nicht nur Befürworter. Unter anderem plädiert die im slowakischen Nationalrat vertretene rechtsextreme Volkspartei Unsere Slowakei (LSNS) von Marian Kotleba offen für einen Austritt des Landes aus der Allianz.
~ WEB http://www.nato.int/ ~ APA365 2019-03-29/14:12
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