Europas Leitbörsen im Verlauf weiterhin fester

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Freitag im Verlauf mit Gewinnen gezeigt. Der 50 führende Unternehmen d...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Freitag im Verlauf mit Gewinnen gezeigt. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 gewann 0,81 Prozent auf 3.347,31 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 14 Uhr mit 11.535,75 Punkten und plus 0,94 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London stieg um 0,41 Prozent und steht nun bei 7.263,72 Stellen.

Optimistische Signale zu den US-chinesischen Handelsgesprächen dürften bereits den asiatischen Börsen Rückenwind verliehen haben. Nun blicken Marktteilnehmer wieder einmal mit Spannung nach London, wo das Parlament am Nachmittag erneut über das EU-Austrittsabkommen abstimmt. Ob das völlig zerstrittene Unterhaus den Vertrag akzeptieren wird, bleibt weiterhin fraglich.

An der Datenfront wurde bekannt, dass die britische Wirtschaft zum Jahresende hin deutlich an Schwung verloren hat. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Vereinigten Königreichs wuchs im Schlussquartal gegenüber dem dritten Quartal um 0,2 Prozent. Eine erste Schätzung wurde damit bestätigt. In Deutschland ist zudem der Umsatz des Einzelhandels im Februar deutlich angestiegen. Am Nachmittag könnten Stimmungsdaten aus den USA noch Impulse liefern.

Unter den Einzelwerten rückten in Stockholm H&M infolge einer Zahlenvorlage den Fokus. Die Online-Umstellung in Deutschland nagte zwar am Gewinn des Modehändlers, Analysten hatten aber deutlichere Einbußen erwartet. Die H&M-Aktie gewann 11,3 Prozent.

In London verloren die Aktien von TUI unterdessen 2,3 Prozent. Der weltgrößte Reiseanbieter rechnet wegen der Flugverbote für die 737 Max mit einem Gewinneinbruch. TUI muss nun Ersatzflugzeuge anmieten.

Neben TUI rutschten auch die AstraZeneca-Aktien an das untere Ende der Kurstafel des britischen Leitindex. Der Arzneimittelhersteller will mit dem japanischen Branchenkollegen Daiichi Sankyo eine Krebsforschungskooperation lancieren. Die dafür nötige Kapitalerhöhung dürfte bei den Investoren nicht gut ankommen, sodass die AstraZeneca-Aktien 6,9 Prozent verloren.

In Stockholm sackten die Papiere von Swedbank und Nordea um 6,7 bzw. 10,5 Prozent ab. Einem Medienbericht zufolge verlangt die New Yorker Finanzaufsicht Aufklärung über Geschäfte mit der Danske Bank, die in einen Geldwäsche-Skandal verwickelt ist.

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