Brexit - Zentrale für EU-Einsatz gegen Piraten nach Spanien verlegt
Sevilla (APA/AFP) - Schon vor dem Brexit hat das britische Vorhaben bereits konkrete Folgen: Das Hauptquartier der EU-Operation „Atalanta“ i...
Sevilla (APA/AFP) - Schon vor dem Brexit hat das britische Vorhaben bereits konkrete Folgen: Das Hauptquartier der EU-Operation „Atalanta“ ist am Freitag von Großbritannien nach Spanien umgezogen. Die Zentrale für den Marineeinsatz gegen Piraten hat ihren Sitz statt in Northwood nun in der andalusischen Stadt Rota.
Am Tag, an dem Großbritannien ursprünglich die EU hatte verlassen wollen, trat der spanische Vizeadmiral Antonio Martorell Lacave den Posten als Kommandant der Operation „Atalanta“ an. Sein Amtsvorgänger, der Brite Charlie Stickland, sprach von einem „traurigen Tag“ für sein Land. Spanien hatte sich gemeinsam mit Frankreich als neuer Standort beworben. Das untergeordnete Marine-Sicherheitszentrum sitzt daher künftig in Brest.
Die EU hatte „Atalanta“ im Jahr 2008 gestartet, um gegen Piraten am Horn von Afrika vorzugehen. Durch die Gewässer vor der Küste Somalias und im Golf von Aden laufen wichtige internationale Seehandelsrouten. Derzeit beteiligen sich 19 EU-Mitgliedsstaaten sowie Serbien und Montenegro an dem gemeinsamen Projekt.
Wegen des Brexit zieht die EU ihre in Großbritannien angesiedelten Behörden in andere Länder ab. Dazu gehören auch die EU-Bankenaufsicht und die europäische Arzneimittelbehörde. Das ursprüngliche Austrittsdatum 29. März ist aber in der Vorwoche von den Staats- und Regierungschefs der EU-27 auf den 12. April verschoben worden.
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