Brexit - Farage: Verschiebung des Austritts „scheint unausweichlich“
London (APA) - Brexit-Wortführer Nigel Farage rechnet offenbar nicht mit einem EU-Austritt am 12. April. „Eine Verlängerung (der EU-Mitglied...
London (APA) - Brexit-Wortführer Nigel Farage rechnet offenbar nicht mit einem EU-Austritt am 12. April. „Eine Verlängerung (der EU-Mitgliedschaft, Anm.) und weitere Kämpfe scheinen jetzt unausweichlich“, twitterte er am Freitag nach der neuerlichen Ablehnung des EU-Austrittsvertrags durch das Unterhaus. „Wir sind nicht niedergeschlagen, und wir werden sie wieder bekämpfen“, betonte der Chef der „Brexit Party“.
Anders als andere Brexit-Hardliner, die das Abkommen im dritten Abkommen doch noch unterstützt hatten, bekräftigte Farage seine Ablehnung. „Der neue EU-Vertrag wurde zurecht ein drittes Mal abgelehnt“, betonte der Europaabgeordnete. Er hatte das Austrittsabkommen zuvor in Anspielung an den demütigenden Friedensvertrag der Alliierten mit Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg als „modernes Versailles“ verunglimpft.
Farage hatte erst diese Woche bei der EU-Plenartagung in Straßburg in Aussicht gestellt, bei möglichen britischen Europawahlen neuerlich antreten zu wollen. Diese müssten stattfinden, wenn der Brexit über Ende Mai hinaus verschoben wird. In der EU-27 wird eine Teilnahme Großbritanniens kritisch gesehen, weil dies für unübersichtliche Verhältnisse im neuen Europaparlament sorgen könnte. Insbesondere wird befürchtet, das euroskeptische und rechtspopulistische Lager infolge einer Frustwahl von Brexit-Anhängern massiv gestärkt werden könnte.
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