Fünf Jahre Gefängnis für dealenden Wachmann in Innsbruck

Nur gegen die Höhe der an die Republik verfallenen Drogengewinne berief der 42-Jährige. 119.720 Euro sollen refundiert werden.

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Die Spürnase eines Polizeihundes hatte letztes Jahr in Innsbruck einen Drogenfall ungeahnter Dimension auffliegen lassen. In den Sog der Ermittlungen kam darauf nicht nur der Hauptverdächtige, sondern auch Abnehmer und Wiederverkäufer. Letzteren fiel auf den Kopf, dass der Aufgeflogene über seine Geschäfte genauestens Buch geführt und alle „Kunden“ mit Namensabkürzungen bezeichnet hatte. Ein Glücksfall für die Drogenfahnder, Pech für einen zuletzt als Wachmann tätigen 42-Jährigen. Diesen beschrieb der Großdealer nämlich laut Staatsanwalt Dieter Albert als einen seiner Großabnehmer, dem er ab 2015 gut zehn Kilogramm Cannabisharz sowie 150 Gramm Kokain übergeben hätte. Dies leugnete der gestern am Landesgericht wegen Drogenhandels Angeklagte gar nicht mehr. Die Mengen und einschlägige Vorstrafen ließen die Strafandrohung jedoch auf 15 Jahre Haft steigen. Urteil des Schöffensenats: rechtskräftige fünf Jahre Haft. Nur gegen die Höhe der an die Republik verfallenen Drogengewinne berief der 42-Jährige: 119.720 Euro sollen refundiert werden.

Etwas unrund lief es für einen Unterländer noch an einem Montag im Jänner. Als der 53-Jährige dann auch noch angesprochen worden war, warum Arbeiten nicht erledigt worden wären, setzte es für den Belästiger eine Platzwunde per Stahlrohr und Todesdrohungen. Zehn Vorstrafen trübten gestern Montag am Landesgericht das Bild. So ergingen nicht rechtskräftig 3000 Euro Geldstrafe und 1500 Euro Schmerzensgeld. (fell)


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