Internationale Pressestimmen zum Mueller-Bericht

Washington (APA/dpa) - Zum Abschlussbericht von US-Sonderermittler Robert Mueller zur sogenannten Russland-Affäre schreiben die Tageszeitung...

Washington (APA/dpa) - Zum Abschlussbericht von US-Sonderermittler Robert Mueller zur sogenannten Russland-Affäre schreiben die Tageszeitungen am Samstag:

Neue Züricher Zeitung (Zürich):

„Muellers Bericht wirkt wie ein Fingerzeig an jene Instanzen, die besser geeignet sind, über einen Präsidenten zu richten: den Kongress und das Volk. Ein Absetzungsverfahren gegen Trump wäre zwar legitim, aber politisch unklug, weil es zum Scheitern verurteilt ist. Damit liegt es am Volk, nächstes Jahr ein Verdikt zu fällen. Nichts allerdings deutet derzeit darauf hin, dass der Mueller-Bericht am politischen Frontverlauf im Land auch nur das Geringste ändern könnte.“

Nepszava (Budapest):

„Was es nicht zu beweisen gelang, war die Verschwörung, das für eine Anklageerhebung ausreichende Zusammenspiel von (US-Präsident Donald) Trump und den Russen. Der Verdacht eines solchen ist allerdings stark. Denn wieso hätte man (in Trumps Team) sonst, das Risiko langer Gefängnisstrafen eingehend, über die zweifellos bestehenden Verbindungen (zu den Russen) gelogen? (...) Wer lügt, der stiehlt auch, besagt ein Sprichwort. So weit richtig. Doch ein Absetzungsverfahren wäre eine politische Entscheidung. In der Geschichte der USA hat man das zwei Mal versucht und ist jedes Mal daran gescheitert. Die sicherste Methode zur Entfernung Trumps von der Macht ist die Präsidentenwahl im Jahr 2020.“

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