Ukraine-Wahlen - Polizei zeigte Selenskyj bei Gericht an

Kiew (APA) - Die Stimmabgabe des ukrainischen Präsidentschaftskandidaten Wolodymyr Selenskyj wird ein Nachspiel vor Gericht haben. Da der Pr...

Kiew (APA) - Die Stimmabgabe des ukrainischen Präsidentschaftskandidaten Wolodymyr Selenskyj wird ein Nachspiel vor Gericht haben. Da der Präsidentschaftskandidat am Sonntagvormittag auf Verlangen von Journalisten seinen ausgefüllten Wahlzettel demonstriert hatte, habe die Polizei nun ein Verwaltungsstrafverfahren eingeleitet, erklärte der Sprecher seines Stabs, Dmytro Razumkow, am Nachmittag.

Die Polizei habe das Zeigen des ausgefüllten Wahlzettels als am Wahltag verbotene Agitation interpretiert, die nach dem Artikel 221-10 des ukrainischen Verwaltungsstrafrechts mit Strafen zwischen 510 und 850 Hrywnja (17 und 28 Euro, Anm.) geahndet werde, spezifizierte Selenskyjs Jurist Wadym Haljatschuk. Die diesbezügliche Anzeige werde an das zuständige Gericht weitergeleitet, das anschließend über die Schuld und Strafe entscheiden müsse.

Selenskyj-Sprecher Rasumkow betonte, dass der Präsidentschaftskandidat nicht mutwillig das Gesetz verletzt habe und dies einfach passiert sei. „Die Wahlen sind noch nicht zu Ende und das Land ändert sich schon. Sogar Präsidenten werden schon für Verwaltungsübertretungen angezeigt. Wir hoffen, dass das allgemeine Praxis wird und alle lernen, gesetzestreu zu leben“, kommentierte er die Causa entspannt. Anhänger von Selenskyjs Konkurrenten Petro Poroschenko hatten das Vorzeigen des Wahlzettels zuvor in sozialen Netzwerken heftig kritisiert.

(Alternative Schreibweisen: Wladimir Selenski, Dmitri Rasumkow, Wadim Galjatschuk)

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