„Wetten, dass..?“-Erfinder Frank Elstner hat Parkinson

Vermutet wurde es schon länger, nun bestätigte der Showmaster in einem „Zeit“-Interview seine Parkinson-Erkrankung. Beeinträchtigungen des Gedächtnisses oder Schluckbeschwerden habe er bisher nicht.

Frensehmoderator Frank Elstner.
© dpa/Patrick Seeger

Hamburg – Fernsehmoderator Frank Elstner hat seine Parkinson-Erkrankung lange verheimlicht. Die entsprechende Diagnose habe er bereits vor drei Jahren bekommen, sagte der 77-Jährige der Wochenzeitung Die Zeit laut Vorabmeldung von Mittwoch und bestätigte damit bereits seit längerer Zeit bestehende Vermutungen. „Außer meiner Familie und meinem besten Freund habe ich es bislang niemandem erzählt.“ Hin und wieder verspüre er Muskel-, Nacken- und Rückenschmerzen, erklärte er. „Ich versuche, die Sache so leicht wie möglich zu nehmen und nicht in Selbstmitleid zu versinken“, sagte Elstner.

Noch vor einem Jahr hatte Elstner den durch sein auffälliges Zittern bei einer Fernsehshow öffentlich aufgekommenen Parkinson-Verdacht offensiv bestritten. Damals sprach er gegenüber der Illustrierten „Bunte“ von einem „nervositätsabhängigen Tremor“, dessen Ursachen „bis jetzt noch nicht hundertprozentig geklärt sind“. Zu dieser Zeit lag nach seinem jetzigen Interview die Diagnose aber längst vor.

Der Erfinder der legendär gewordenen Show „Wetten, dass..?“ sagte der Zeit, er sei ein „Weltmeister im Verdrängen“. Er wolle versuchen, Parkinson ein wenig von sich fernzuhalten. „Warum soll ich den jetzt reinlassen und sagen: Mach mit mir, was du willst.“

Beeinträchtigungen des Gedächtnisses oder Schluckbeschwerden habe er bisher nicht. „Doch wenn ich heute Morgen meine Pille nicht genommen hätte, würde ich jetzt mehr zittern. Wenn ich eine nehme, dann hält es wieder ein paar Stunden. Ich hoffe, dass das noch ein paar Jährchen so geht.“

Parkinson ist eine nervenbedingte Bewegungsstörung, die vor allem ältere Menschen trifft. Ursache für die auch Schüttellähmung genannte Krankheit ist das Absterben von Nervenzellen im Gehirn. Sie produzieren dann kein Dopamin mehr, mit dessen Hilfe der Körper normalerweise Bewegungen steuert. (APA/dpa)


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