Neuwahl: Blümel 2 - FPÖ „lässt sich Kickl nicht herausschießen“

Wien (APA) - FP-Klubchef Walter Rosenkranz hat am Sonntagabend scharfe Kritik am Vorgehen des bald ehemaligen Koalitionspartners ÖVP geübt. ...

Wien (APA) - FP-Klubchef Walter Rosenkranz hat am Sonntagabend scharfe Kritik am Vorgehen des bald ehemaligen Koalitionspartners ÖVP geübt. Ursprünglich habe es geheißen, man könne ohne Vizekanzler Strache weiterregieren. Erst später sei am Samstag die Forderung nach Kickls Abgang dazugekommen, so Rosenkranz in der ORF-Diskussion „Im Zentrum“. Aber: „Den lässt sich die FPÖ nicht herausschießen.“

„Das hätte man seitens der ÖVP durchaus erkennen können. Keine Partei kann sich so am Nasenring durch die Arena ziehen lassen“, befand Rosenkranz.

Blümel begründete die angekündigte Abberufung Kickls damit, dass der Innenminister im Wahlkampf 2017 Generalsekretär der FPÖ gewesen sei. Daher könne er nun nicht Ressort leiten, das die Ermittlungen rund um die seit dem Ibiza-Video vermutete verdeckte Parteienfinanzierung leiten werde. Die FPÖ habe hier mangelndes Problembewusstsein: „Aus diesem Grund war es nicht mehr möglich, die Koalition fortzusetzen.“

Rosenkranz ließ das nicht gelten und verwies darauf, dass das für die Staatsanwaltschaft zuständige Justizministerium ohnehin von der ÖVP geführt wird. Außerdem erinnerte Rosenkranz an die Bestechlichkeitsaffäre um den früheren ÖVP-Innenminister Ernst Strasser: „Da hat es die ÖVP nicht gestört, dass Justizminister und Innenminister in ÖVP-Hand waren.“ Den Auftritt Straches im Ibiza-Video verurteilte Rosenkranz: „Er hat die Peinlichkeitswertung am ersten Platz ganz deutlich gewonnen.“

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