Europas Leitbörsen im Frühhandel überwiegend im Minus

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben sich am Montagvormittag mit Abschlägen präsentiert. Weiterhin dürften die Handel...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben sich am Montagvormittag mit Abschlägen präsentiert. Weiterhin dürften die Handelsbeziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Volksrepublik China das bestimmende Thema an den Aktienmärkten bleiben. Zudem rückte auch der Konflikt zwischen den USA und dem Iran in den Mittelpunkt.

Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.10 Uhr mit minus 0,07 Prozent bei 3.423,13 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 0,14 Prozent auf 12.221,62 Punkte. In London zeigte sich der FTSE-100 mit plus 0,02 Prozent auf 7.349,75 Punkte.

„Wenn der Iran kämpfen will, wird dies das offizielle Ende des Iran sein“, schrieb US-Präsident Donald Trump am Sonntag. „Bedroht nie wieder die USA“, fügte der Präsident hinzu. Der US-Präsident ging mit dieser Antwort auf der Kurznachrichtenplattform Twitter auf die kämpferische Haltung des Kommandanten der iranischen Revolutionsgarden, Hussein Salami, ein.

Darüber hinaus blieb der US-Handelskonflikt mit China ein zentrales Thema. So beleuchten US-amerikanische Behörden nun chinesische Telekomkonzerne genauer. Zudem habe am Wochenende die Google-Mutter Alphabet einen Teil ihres Geschäfts mit China eingestellt, war bekannt geworden.

Auch der deutsche Halbleiterkonzern Infineon setzte einem Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung „Nikkei“ zufolge Chip-Lieferungen an den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei aus. Die Aktien des Konzerns gaben zuletzt um 2,96 Prozent ab. Abwärts ging es im Kielwasser dieser Meldungen für die Aktien des heimischen Branchenkollegen ams AG (minus 3,57 Prozent) und der in Paris notierten Sicroelectronics (minus 3,66 Prozent).

Mit Zugewinnen präsentierten sich hingegen Öl- und Gaswerte. Angesichts der steigenden Erdölpreise verzeichneten Anteilsscheine von Total innerhalb des Euro-Stoxx-50 ein Aufschlag von 1,44 Prozent. In London stützten BP mit plus 1,04 Prozent und Shell-B mit plus 0,77 Prozent.

Mit Blick auf den Flugfahrtsektor zeigten sich die Anteilsscheine der Ryanair um satte 5,88 Prozent tiefer. Sowohl schwache Zahlen als auch ein vorsichtiger Ausblick dürften Anleger verunsichert haben. Belastet dürften am Montag zudem die bereits erwähnten, steigenden Erdölpreise. Für die Branchenkollegen Easyjet ging es um 3,10 Prozent nach unten und für die Lufthansa um 1,43 Prozent.

Unter den weiteren Einzelwerten gaben Aktien der Deutschen Bank um 1,13 Prozent nach. Mitarbeiter des Geldhauses wollten einem Zeitungsbericht zufolge einige Transaktionen bei Firmen von US-Präsident Donald Trump und seinem Schwiegersohn Jared Kushner wegen Auffälligkeiten der Finanzaufsicht melden. Führungskräfte hätten dies aber abgelehnt, schrieb die „New York Times“ am Sonntag unter Berufung auf fünf frühere und derzeitige Mitarbeiter der Deutschen Bank.

Auch frische Analysteneinschätzungen bewegten zu Wochenbeginn den Handel. Nokia gewannen 2,96 Prozent. Die Analystenhaus Nordea hatte zuvor das Rating des Technikkonzerns auf „Buy“ angehoben. Wirecard indes legten um 0,68 Prozent zu und profitierten von einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA105 2019-05-20/10:20