UNO: Kampf gegen Korruption in Afghanistan hat kaum Auswirkungen
Kabul (APA/dpa) - Die Bemühungen der afghanischen Regierung im Kampf gegen die massive Korruption haben noch keine Auswirkungen auf das Lebe...
Kabul (APA/dpa) - Die Bemühungen der afghanischen Regierung im Kampf gegen die massive Korruption haben noch keine Auswirkungen auf das Leben der meisten Bürger. Das geht aus einem am Montag in Kabul veröffentlichten Bericht der UN-Mission in Afghanistan (UNA) hervor. Trotz zahlreicher rechtlicher und politischer Reformen bleibe Korruption ein wesentliches Hindernis für die langfristige Entwicklung hin zu Frieden und Wohlstand.
Korruption betreffe nach wie vor alle Aspekte des Lebens in Afghanistan und untergrabe das Vertrauen der Öffentlichkeit in die staatlichen Institutionen, heißt es in dem Bericht. Vor allem die Implementierung von Gesetzen, die Korruption verhindern und verfolgen sollen, bleibe schwierig.
Im September 2018 etwa seien 127 Haftbefehle und Vorladungen bei der Anti-Korruptionsbehörde ACJC anhängig gewesen - allerdings seien bis Ende November nur 13 Haftbefehle und 39 Vorladungen vollstreckt worden, heißt es in dem Bericht. Nur ein einziger Angeklagter sei vor Gericht gestellt worden. Angeklagte würden nach der Abgabe persönlicher Garantien vor den Verhandlungen freigelassen oder Ausreiseverbote missachtet.
Afghanistan erhält große Summen an Hilfsgeldern aus dem Ausland. Daher verpflichtet sich Kabul regelmäßig zu einer Ausweitung des Kampfes gegen die allgegenwärtige Korruption. Im Jahr 2018 hatte sich das Land im Korruptionsindex von Transparency International (TI) von Platz 177 auf Platz 172 von 180 Ländern leicht verbessert.
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