Russland lehnt Selenskyjs Forderung nach Krim-Rückgabe ab

Kiew/Moskau (APA/dpa) - Russland hat die Forderung des neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach einer Rückgabe der Halbinsel ...

Kiew/Moskau (APA/dpa) - Russland hat die Forderung des neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach einer Rückgabe der Halbinsel Krim erwartungsgemäß entschieden zurückgewiesen. „Die Krim ist eine Region Russlands“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag der Agentur Interfax zufolge.

Er reagierte damit auf die Antrittsrede Selenskyjs in Kiew. Der 41-Jährige hatte angekündigt, die territoriale Unversehrtheit der Ukraine wiederherzustellen. Dazu gehört auch die Lösung des blutigen Konflikts in der Ostukraine. Peskow sagte, dies sei ein innerukrainisches Problem. Für ein Ende des Krieges dort gelte weiterhin der Friedensplan von Minsk.

Nach Kremlangaben gibt es auch weiterhin keine Gratulation von Präsident Wladimir Putin. Putin werde Selenskyj gratulieren, wenn es erste Erfolge bei der Wiederherstellung der ukrainisch-russischen Beziehungen gebe und sich die Lage im Donbass normalisiere. Als möglich bezeichnete Peskow Kontakte zum Austausch von Gefangenen.

Russland setzt sich etwa dafür ein, dass die Ukraine wieder einen Botschafter nach Moskau entsendet. Die Ukraine sieht sich im Krieg mit Russland wegen des Konflikts im Donbass. Die Separatisten dort werden aus Russland unterstützt. Unlängst hatte Putin per Dekret veranlasst, die Ukrainer dort und anderswo mit russischen Pässen auszustatten. Selenskyj hatte das kritisiert und im Gegenzug Russen ein Leben in Freiheit und den ukrainischen Pass angeboten.