EU-Minister wollen Unternehmergeist bei Jugendlichen stärken
Brüssel (APA) - Der Unternehmergeist von Jugendlichen in Europa soll gestärkt werden. Dazu werden sich die Jugendminister am Mittwoch bei ei...
Brüssel (APA) - Der Unternehmergeist von Jugendlichen in Europa soll gestärkt werden. Dazu werden sich die Jugendminister am Mittwoch bei einem Rat in Brüssel bekennen. Über Förder- und Beratungsprogramme und im Rahmen der Jugendarbeit soll der Nachwuchs auch besser auf neue Unternehmensstrukturen vorbereitet werden, hieß es am Montag aus EU-Ratskreisen.
Außerdem wollen die Minister am Vormittag beraten, wie der Nachwuchs ermutigt werden kann, mehr am demokratischen Leben teilzunehmen. Denn gerade im Zusammenhang mit der „Fridays for Future“-Bewegung zeige sich, dass junge Menschen Engagement an den Tag legten. Die Minister werden beraten, wie soziale Medien genutzt werden können, um die Jugend besser zu erreichen bewegen.
Im Anschluss an den Jugendrat findet am Mittwochnachmittag der Bildungsrat statt. Die Ressortchefs sprechen sich dabei für die Qualitätsverbesserung bei der frühkindlichen Betreuung und Erziehung aus. Das betrifft etwa erweiterte Öffnungszeiten von Kindergärten. Fokussiert soll außerdem die Weiterbildung niedrigqualifizierter Menschen werden - und zwar sowohl, was Grundkenntnisse wie Schreiben, Lesen und Rechnen, aber auch Skills im Zusammenhang mit Digitalisierung betrifft.
Der Kulturrat am Donnerstag steht u.a. im Zeichen des europäischen Filmschaffens. Die Ressortchefs wollen sich für mehr Kooperationen der einzelnen EU-Länder stark machen. Das betrifft den Vertrieb - für Österreich als kleiner Markt besonders interessant - genauso wie Untertitelungen, die Abstimmungen der Fördersysteme oder die Bekämpfung von Online-Piraterie. Generell soll der europäische Film international sichtbarer werden, hieß es.
Am Donnerstagnachmittag treffen dann noch die Sportminister in Brüssel zusammen. Die Ländervertreter wollen Menschen mit Beeinträchtigungen den Zugang zu Sport erleichtern. Immerhin sind in der Union 120 Mio. Menschen mit irgendeiner Art von Behinderung konfrontiert. Offen bleibt laut Ratskreisen allerdings die Finanzierung, wenn es etwa um die Herstellung von Barrierefreiheit und Investitionen in behindertengerechte Sportinfrastruktur geht.
Der am Wochenende infolge des Ibiza-Skandalvideos zurückgetretene Sportminister Heinz-Christian Strache (FPÖ) wird freilich nicht nach Brüssel kommen. Das war allerdings sowieso nicht vorgesehen. Wien hatte schon im Vorfeld zwei Vertreter auf Beamtenebene angekündigt. Für die übrigen Räte führen ÖVP-Politiker die jeweiligen Ressorts. Mit Stand Montagmittag werden Juliane Bogner-Strauß (Jugend), Heinz Faßmann (Bildung) und Gernot Blümel (Kultur) trotz des Koalitions-Aus am vergangenen Wochenende an den Treffen teilnehmen.
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