Mexiko und Mittelamerika legen Plan gegen Auswanderung in USA auf

Mexiko-Stadt (APA/dpa) - Mexiko und mehrere Länder Lateinamerikas wollen mit einem Entwicklungsprogramm die Massenmigration in die USA stopp...

Mexiko-Stadt (APA/dpa) - Mexiko und mehrere Länder Lateinamerikas wollen mit einem Entwicklungsprogramm die Massenmigration in die USA stoppen. Künftig solle gemeinsam mit den Vereinigten Staaten mehr in Bildung, Infrastruktur und wirtschaftliche Entwicklung in der Region investiert werden als in die militärische Zusammenarbeit, sagte der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador bei der Vorstellung des Plans am Montag.

Auf der Flucht vor Gewalt und Armut verlassen jedes Jahr Hunderttausende Menschen die Region und versuchen, in die USA zu gelangen. Allein im April wurden an der Grenze zwischen Mexiko und den USA 109 144 Migranten ohne die notwendigen Einreisepapiere festgesetzt. US-Präsident Donald Trump will an der Grenze eine Mauer errichten, um die illegale Einwanderung zu stoppen.

Über den sogenannten Plan Mérida unterstützen die USA bisher Mexiko mit hohen Millionenbeträgen im Kampf gegen das organisierte Verbrechen. „Wir wollen keine Kooperation mehr, um Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken. Wir wollen keinen Plan Mérida, wir wollen keine Kampfhubschrauber“, sagte López Obrador. „Wir wollen Zusammenarbeit für mehr Entwicklung.“

Die Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik der Vereinten Nationen (Cepal) hat das Konzept im Auftrag von Mexiko, Honduras, Guatemala und El Salvador entworfen. Das 30 Punkte umfassende Programm soll nun den USA, Kanada, der EU und Japan vorgestellt werden. Ein neues Büro soll finanzielle Hilfen einsammeln und verteilten.

„Wir wollen, dass die Menschen in ihren Heimatländern Job- und Entwicklungsmöglichkeiten finden“, sagte Mexikos Außenminister Marcelo Ebrard.