KSV1870 warnt: Unternehmen haben zu wenig Mut für Neues

Wien (APA) - Die Kreditschützer vom KSV1870 warnen die Unternehmen vor all zu viel Selbstzufriedenheit. Es gehe den Firmen zwar gut, aber ge...

Wien (APA) - Die Kreditschützer vom KSV1870 warnen die Unternehmen vor all zu viel Selbstzufriedenheit. Es gehe den Firmen zwar gut, aber gerade im digitalen Bereich herrsche großer Nachholbedarf - der aber nur sehr bedingt gesehen werde. „Es gibt zu wenig Mut für Neues, wir verwalten das Bestehende, verändern aber zu wenig“, so KSV1870-Chef Ricardo-Jose Vybiral am Dienstag bei einer Pressekonferenz.

Sein Fazit: „Feuer am Dach sehen wir schon.“ Österreich gehe es gut, „aber wir müssen Maßnahmen setzen“. Laut einer Umfrage des KSV1870 unter 700 Unternehmern haben 80 Prozent keine digitale Agenda. „Das ist eine echte digitale Lethargie“, so Vybiral. Gerade im Gewerbe und im Handel herrsche Nachholbedarf.

Fast 40 Prozent jener befragten Unternehmen, die keine digitale Agenda haben, gaben an, dass sie keinen Bedarf dafür hätten. Immerhin 17 Prozent meinten, dass diese für sie nicht finanzierbar sei.

Aber es gibt auch gute Nachrichten: Das Eigenkapital der Firmen hat etwas zugelegt, die Banken sind nicht mehr so zurückhaltend bei der Kreditvergabe und die Inhaber stehen Beteiligungen positiver gegenüber. Nach wie vor wird aber die viele Bürokratie in dem Land beklagt, wobei die Kreditschützer dies ein wenig überrepräsentiert sehen.

70 Prozent der befragten Unternehmen bewerten die aktuelle Geschäftslage als sehr gut oder gut - und das schlägt auch auf die Investitionsfreude durch. 43 Prozent der Firmenlenker wollen ihre Ausgaben gegenüber dem Vorjahr erhöhen. Ihre Stärken sehen die Firmen vor allem im guten Service, weit abgeschlagen dahinter kommt der moderne Führungsstil.

~ WEB http://www.ksv.at ~ APA270 2019-05-21/12:18