Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich
Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag keine klare Tendenz gezeigt. Etwas Luft brachte für die Börsen in Fernost ein Ents...
Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag keine klare Tendenz gezeigt. Etwas Luft brachte für die Börsen in Fernost ein Entspannungssignal im „Fall Huawei“.
Die USA haben die strengen Maßnahmen gegen den chinesischen Huawei-Konzern nach nur wenigen Tagen teilweise gelockert. Ab sofort gelte für 90 Tage eine Regelung, die einige Geschäfte mit Huawei erlaube, teilte das US-Handelsministerium in der Nacht zum Dienstag mit. Zuvor hatten die USA Unternehmen des Landes per Dekret die Nutzung von Telekommunikationstechnik untersagt, die als Sicherheitsrisiko eingestuft wird. Ziel der Maßnahmen war vor allem Huawei.
Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor 29,28 Zähler oder 0,14 Prozent auf 21.272,45 Punkte. An der Spitze der Werte im japanischen Leitindex setzten sich die Autowerte Suzuki und Isuzu mit jeweils mehr als Plus 4 Prozent durch. Die anderen Autobauer notierten uneinheitlich: Nissan stiegen um 0,16 Prozent und Toyota verloren 0,51 Prozent.
Bei den Verlierern in Nikkei mussten Aktien von Sony mit Minus 4,43 einen herben Rückschlag einstecken. Sony hatte zuletzt seine Tagung zur Konzernstrategie gehalten - der Konzern will mittelfristig im Bereich Bildsensortechnik stärker investieren.
In China zeigten die Märkte keine klare Richtung. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor 130,37 Zähler (minus 0,47 Prozent) auf 27.657,24 Einheiten. Der Shanghai Composite gewann unterdessen deutliche 35,37 Punkte oder 1,23 Prozent auf 2.905,97 Punkte.
Die Entspannungssignale um Huawei schickten die Papiere des chinesischen Branchenkollegen ZTE um 2,70 Prozent nach oben. Beim Smartphonehersteller Xiaomi gab es hingegen trotz guter Zahlen ein Minus von 0,20 Prozent. Xiaomi hatte im ersten Quartal 2019 sowohl seinen Umsatz als auch den Gewinn gesteigert.
Aktien des Fleischproduzenten WH Group fanden sich mit einem Plus von 1,68 Prozent an der Spitze der Hongkonger Kurstafel. In China sorgten zuletzt Fälle von afrikanischen Schweinegrippe für Notschlachtungen und Nachfrageüberschuss bei Schweinefleisch.
Analystenhochstufungen von HSBC und Jefferies schickten in Hongkong die Papiere von AAC um 1,51 Prozent ins Plus. Der Apple-Zulieferer hatte erst vergangenen Freitag Zahlen vorgelegt.
Der All Ordinaries Index in Sydney stieg am Dienstag um 19,7 Zähler oder 0,30 Prozent auf 6.584,40 Einheiten. In Australien wurde die Wahl vom vergangenen Wochenende nun endgültig ausgezählt. Das Mitte-Rechts-Bündnis von Premierminister Scott Morrison im neuen Parlament mit einer eigenen Mehrheit weiterregieren. Deutlich fester zeigten sich darauf an der Börse wieder die Bankwerte. ANZ, Commonwealth und Westpac verteuerten sich jeweils um mehr als 2 Prozent. Bereits am Vortag hatten die Kurse der Banken starke Aufschläge verzeichnet.
Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 38.969,80 Zählern mit minus 382,87 Punkten oder 0,97 Prozent. Aktien von Tata Motors sackten in einem schwachen Gesamtmarkt um mehr als 7 Prozent ab.
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