Grenzüberschreitendes Fotoprojekt zeigt „Frauenbilder“ in Innsbruck
Innsbruck (APA) - Das grenzüberschreitende Fotoprojekt „Lichtbild“ hat in Innsbruck unter dem Titel „Frauenbilder“ den Fokus auf von Frauen ...
Innsbruck (APA) - Das grenzüberschreitende Fotoprojekt „Lichtbild“ hat in Innsbruck unter dem Titel „Frauenbilder“ den Fokus auf von Frauen gemachte Fotografien gelegt. Die Ausstellung im Innsbrucker Zeughaus, die bereits am 18. Mai eröffnet wurde, wird von weiteren Ausstellungen in Lienz, Bruneck, Bozen und Trient komplettiert.
Viel Raum nimmt die Ausstellung im Innsbrucker Zeughaus nicht ein. Auf gerade einmal etwa 60 Quadratmetern finden sich einige wenige Fotografien von fünf Fotografinnen aus dem Zeitraum von 1885 bis 1948. „Die Ausstellung ist natürlich nicht erschöpfend, sondern eine Art Zwischenschritt“, konstatierte auch der Direktor der Tiroler Landesmuseen, Wolfgang Meighörner, bei einer Presseführung am Dienstag in Innsbruck.
Projektkoordinator Martin Kofler wies indes darauf hin, dass die Innsbrucker Ausstellung in ein „Großprojekt“ eingebettet ist, das 2017 startete und im Laufe des Jahres 2019 beendet wird. „Es geht dabei auch darum, Leitlinien zu erarbeiten, wie man mit historischen Fotografien umgeht“, betonte Kofler. Nicht zuletzt seien auch die bei diesem Projekt entwickelten und erworbenen Kompetenzen im Bereich der Erschließung, Retuschierung, Digitalisierung und Archivierung von solchen Fotografien von großer Bedeutung, so der Projektkoordinator.
Das Ergebnis dieses Kompetenzerwerbs bekommt man in Innsbruck vornehmlich vermittelt durch die Fotoarbeiten von Maria Egger und Erika Groth-Schmachtenberger. Luca Bertoldi, der die Ausstellungen gemeinsam mit Giusi Campisi kuratiert hat, wies auf die unterschiedlichen Ansätze der beiden Fotografinnen hin. „Maria Egger hat vornehmlich im Studio fotografiert, Erika Groth-Schmachtenberger hat sich für Ereignisse und Veranstaltungen interessiert“, schilderte er. Die abgelichteten Personen sind bei beiden zu einem großen Teil männlich. Der weibliche Blick richtet sich etwa auf Männer beim „Ranggeln“ am Zillertaler „Gauderfest“, flankiert von einer Hakenkreuz-Flagge.
Insgesamt gibt es in den fünf Städten laut Kofler rund 500 Fotografien zu entdecken. „Es soll eine präzise, exakte Gesamtausstellung sein“, hielt er fest. Als Themen hat man an den restlichen vier Standorten Arbeit, Atelierfotografie, den „Lauf des Lebens“ und „Lifestyles“ gesetzt.
(SERVICE - Internet: http://www.tiroler-landesmuseen.at/)
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