Innsbruck

Filmische Erinnerung an die Bocksiedlung

In der Reichenau in Innsbruck entstand ab Mitte der 1930er-Jahre die so genannte Bocksiedlung. Menschen, die in der Wirtschaftskrise jener Z...

In der Reichenau in Innsbruck entstand ab Mitte der 1930er-Jahre die so genannte Bocksiedlung. Menschen, die in der Wirtschaftskrise jener Zeit ihre Arbeit verloren hatten und sich ihre Wohnungen nicht mehr leisten konnten, zogen mit ihrem wenigen Hab und Gut in das damals noch völlig unerschlossene Gebiet am östlichen Stadtrand. Zeitweise lebten bis zu 200 Menschen in dieser Siedlung, die auf Komfort und soziale Sicherheit verzichteten.

Die Filmemacherin Melanie Holaus begab sich in ihrer 2012 fertiggestellten Dokumentation auf eine Spurensuche. Morgen Donnerstag um 19 Uhr ist der Film in der Stadtbibliothek Innsbruck (Raum für Stadtentwicklung, 1. Stock) bei freiem Eintritt zu sehen. Im Anschluss laden Stadtplaner Wolfgang Andexlinger und Klaus Lugger, ehemaliger Geschäftsführer der Neuen Heimat Tirol, zu einer Diskussionsrunde rund ums Thema Stadtentwicklung.

Stichwort Reichenau: Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Wohnheims Reichenau (geführt von den Innsbrucker Sozialen Diensten) wartet das ganze Jahr über ein Veranstaltungsreigen rund um die Vergangenheit und Zukunft des Stadtteils: Der nächste Termin findet schon am Freitag um 14 Uhr statt — eine Besichtigung der Pauluskirche und des neuen sozialpastoralen Zentrums mit Pfarrer Paul Kneußl. (TT)