Vatikan-Finanzaufsicht verzeichnet weniger Verdachtsfälle

Vatikanstadt (APA) - Die vatikanische Finanzaufsicht AIF hat im vergangenen Jahr 56 suspekte Transaktionen festgestellt. Das sind wesentlich...

Vatikanstadt (APA) - Die vatikanische Finanzaufsicht AIF hat im vergangenen Jahr 56 suspekte Transaktionen festgestellt. Das sind wesentlich weniger als die 150, die 2017 gemeldet worden waren, wie aus einem am Dienstag in Rom vorgestellten AIF-Jahresbericht hervorgeht.

In zwei Fällen wurden Bankkonten gesperrt. Zum ersten Mal sei es 2018 durch das Vatikangericht zu einer Verurteilung wegen Geldwäsche gekommen. Dieser Umstand sowie die steigende Qualität der Meldungen von Verdachtsfällen seien Zeichen für eine „immer größere Effizienz des Systems zur Anzeige von verdächtigen Aktivitäten“, so AIF-Chef Tommaso Di Ruzza.

Papst Benedikt XVI. (2005-2013) hatte Ende 2010 die vatikanische Finanzaufsichtsbehörde „Autorita di informazione finanziaria“ (AIF) gegründet, die verdächtige Geldflüsse an die vatikanische Justiz weiterleitet.