Iraks Regierung bemüht sich um Entspannung zwischen USA und Iran
Bagdad (APA/dpa) - Nach dem Raketenangriff auf die hoch gesicherte Grüne Zone in Bagdad bemüht sich die irakische Regierung um eine Entspann...
Bagdad (APA/dpa) - Nach dem Raketenangriff auf die hoch gesicherte Grüne Zone in Bagdad bemüht sich die irakische Regierung um eine Entspannung der Lage. Regierungschef Adel Abdel Mahdi erklärte am Dienstag in Bagdad, er werde Delegationen nach Washington und Teheran schicken, um die Spannungen zu beenden.
Verantwortliche beider Seiten hätten zugesichert, dass sie keinen Krieg wollten, sagte Abdel Mahdi, wie die irakische Nachrichtenagentur INA berichtete.
Am Sonntag war in Bagdads Grüner Zone eine Rakete eingeschlagen. Dort liegt unter anderem die US-Botschaft. Unklar ist, wer die Rakete abfeuerte. In Medien wurden schiitische Milizen verantwortlich gemacht, die eng mit dem ebenfalls schiitischen Iran verbunden sind.
Der Irak gilt als möglicher Schauplatz einer Eskalation zwischen den USA und dem Iran. In dem Land sind zahlreiche schiitische Milizen aktiv, die von Teheran unterstützt werden. Die sogenannten Volksmobilisierungskräfte haben auch politisch starken Einfluss. Zugleich sind dort mehrere Tausend US-Soldaten stationiert, die Iraks Armee ausbilden und im Kampf gegen die IS-Terrormiliz unterstützen. Beobachter warnen, ein neuer Krieg wäre für den Irak fatal.
Das US-Außenministerium hatte wegen der Spannungen bereits einen Teil seiner Mitarbeiter aus der Botschaft in Bagdad und dem Konsulat in der nordirakischen Stadt Erbil abgezogen. Auch 50 Mitarbeiter des Energiekonzerns Exxon Mobil verließen das größte Ölfeld im Irak.
Der Geschäftsträger der US-Botschaft in Bagdad, Joey Hood, traf am Dienstag mit dem Chef der Volksmobilisierungskräfte, Falih al-Fayad, zusammen. Hood habe die Bedeutung des Irak als wichtigster Partner der USA in der Region betont, teilte die Botschaft über Facebook mit.
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