UBS vor Einigung mit italienischen Steuerbehörden

Zürich/Rom (APA/Reuters) - Die UBS steht vor einer Einigung in einem Steuerverfahren mit Italien. Im Gegenzug bezahle die Schweizer Großbank...

Zürich/Rom (APA/Reuters) - Die UBS steht vor einer Einigung in einem Steuerverfahren mit Italien. Im Gegenzug bezahle die Schweizer Großbank rund 100 Mio. Euro, wie die Agentur „Bloomberg“ unter Berufung auf Insider berichtete. Die UBS wollte sich dazu am Mittwoch nicht äußern.

In ihrem jüngsten Quartalsbericht erklärte die Bank, die italienischen Steuerbehörden seien 2018 zu dem Schluss gekommen, die Bank könne wegen ihrer Aktivitäten zwischen 2012 und 2017 möglicherweise für Buß- oder Steuerzahlungen in die Pflicht genommen werden. Die Konkurrentin Credit Suisse hatte sich bereits 2016 im Gegenzug für eine Zahlung von 110 Mio. Euro mit Italien geeinigt.

Mit einem solchen Schritt könnte die UBS einen weiteren Steuerfall abschließen. Die Bank hat sich mit den amerikanischen und deutschen Steuerbehörden geeinigt. Allerdings läuft gegen die UBS ein Verfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung in Frankreich, in dem die Bank in erster Instanz zu einer Buße von 4,5 Mrd. Euro verurteilt wurde. In Deutschland hat die Staatsanwaltschaft Mannheim zudem eine Geldstrafe von 83 Mio. Euro gegen die Deutschland-Tochter der UBS beantragt. Auch hier geht es um den Vorwurf der Beihilfe zur Steuerhinterziehung.

~ ISIN CH0247704312 WEB http://www.ubs.com ~ APA106 2019-05-22/09:43