Nach Starkregen: Lage in Vorarlberg hat sich beruhigt

Bregenz (APA) - Nach den starken Regenfällen von Montag und Dienstag hat sich die Lage in Vorarlberg inzwischen weitgehend beruhigt. Die Zah...

Bregenz (APA) - Nach den starken Regenfällen von Montag und Dienstag hat sich die Lage in Vorarlberg inzwischen weitgehend beruhigt. Die Zahl der Feuerwehreinsätze ging seit dem frühen Mittwochmorgen merklich zurück, hieß es auf APA-Anfrage bei der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) in Feldkirch. Auch die wegen Überflutung gesperrten Straßen konnten wieder freigegeben werden.

Die Regenmengen der vergangenen Tage waren beachtlich: So fielen in Teilen des Bregenzerwalds innerhalb von 72 Stunden über 200 Liter Regen pro Quadratmeter, im gesamten Norden des Landes waren es großteils weit über 100 Liter pro Quadratmeter. Der Pegel des Bodensees lag am Mittwochvormittag bei 392 Zentimetern und damit 15 Zentimeter über dem langjährigen Durchschnitt für diese Jahreszeit. Seit der Vorwoche stieg er um über einen halben Meter an. Die Bregenzerach und die Leiblach führten am Dienstag kurzfristig Hochwasser, wie es laut Statistik lediglich im Abstand von fünf bis zehn Jahren vorkommt.

Dennoch seien die Feuerwehren „Gott sei Dank nicht im Dauereinsatz gewesen“, hieß es am Mittwochvormittag vonseiten der RFL-Einsatzleitung. Mit Hochwasserereignissen wie 1999 oder 2005 sei die Lage nicht zu vergleichen gewesen. Beachtliche 101 Mal wurden die Feuerwehren seit Montag aber doch über die RFL alarmiert. In erster Linie mussten Keller ausgepumpt und Häuser gegen überlaufende Bäche gesichert werden. Das Gros der Einsätze - nämlich 70 - war am Dienstag nötig. In der Nacht auf Mittwoch gab es noch 13 Alarmierungen, am Vormittag dann nur noch drei. Verletzt wurde bisher niemand.

Am Dienstag waren kleinere Murenabgänge in Langen bei Bregenz, in Eichenberg (Bez. Bregenz) sowie in der Dornbirner Bergparzelle Ammenegg verzeichnet worden. Wegen Überflutung gesperrt wurden vorübergehend die Auffahrt Dornbirn-Nord auf der Rheintalautobahn (A14) und die Überholspur in Fahrtrichtung Deutschland sowie die Senderstraße (L41) zwischen Lustenau und Wolfurt, die für den Verkehrsfluss im unteren Rheintal wichtig ist. Dort mussten in der Nacht auf Dienstag zwei Autos von der Feuerwehr aus den Wassermassen geborgen werden, weil ihre Lenker die Absperrung missachtet hatten.