Tschechischer Rechnungshofpräsident nach Reise in der Kritik
Prag (APA/dpa) - Der Präsident des tschechischen Rechnungshofs, Miloslav Kala, ist wegen einer Dienstreise nach Peru in Erklärungsnot gerate...
Prag (APA/dpa) - Der Präsident des tschechischen Rechnungshofs, Miloslav Kala, ist wegen einer Dienstreise nach Peru in Erklärungsnot geraten. Ein Reporter des tschechischen Rundfunks fing den obersten Finanzhüter beim Besuch der Ruinenstadt Machu Picchu ab. „Warum fotografieren Sie mich“, sagt Kala in einem Video des Senders.
Begleitet wurde der 55-Jährige von fünf Mitgliedern des parlamentarischen Rechnungsprüfungsausschusses. Auf dem Programm stand unter anderem ein Treffen mit dem Bürgermeister der Touristenstadt Cusco, Víctor Boluarte Medina.
Man weise die Behauptung „entschieden zurück“, dass die Reise nach Peru eine Verschwendung von Steuergeldern gewesen sei, teilte der Rechnungshof (NKU) in einer ersten Reaktion mit. Der Besuch der Inkastadt sei an einem freien Tag geschehen. Er habe sich nichts vorzuwerfen, teilte Kala mit: „Angesichts des anspruchsvollen übrigen Programms sehe ich keinen Grund, mich für irgendetwas zu entschuldigen.“ Der tschechische Rechnungshof arbeite mit seinem Gegenstück in Peru seit 1993 zusammen.
Nach Informationen des Rundfunks bezahlte der Staat die Flugtickets sowie die Hotelunterbringung während der einwöchigen Reise. Der Rechnungshof hat die Aufgabe, die Budget- und Wirtschaftsführung der öffentlichen Verwaltung zu kontrollieren.
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