Leitbörsen in Fernost schließen überwiegend positiv

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch überwiegend positiv geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um moderate 1...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch überwiegend positiv geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um moderate 10,92 Zähler oder 0,05 Prozent auf 21.283,37 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong legte um 48,70 Zähler (plus 0,18 Prozent) auf 27.705,94 Einheiten zu. Der Shanghai Composite verlor hingegen 14,27 Punkte oder 0,49 Prozent auf 2.891,70 Punkte.

Die Märkte in Indien und Australien zeigten sich durchwegs freundlich. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 39.110,21 Zählern mit plus 140,41 Punkten oder 0,36 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney gewann 13,7 Zähler oder 0,21 Prozent auf 6.598,10 Einheiten.

Nach wie vor bleibt der Handelszwist zwischen den USA und China marktbestimmendes Thema. Die Regierung in Peking ist nach Angaben des chinesischen Botschafters in den USA offen für weitere Handelsgespräche. „Unser Tor ist immer noch offen“, sagte er am Dienstag dem Sender Fox News. Nach dem Ende der jüngsten Runde am 10. Mai wurden keine weiteren Gespräche in dem Handelsstreit vereinbart.

Mit Hikvision könnte nun einer weiteren Tech-Firma aus China ein Eintrag in die Schwarze Liste der USA drohen. Nach den US-Sanktionen gegen den Netzwerkausrüster Huawei prüfen die US-Behörden auch Einschränkungen für die Video-Überwachungsfirma Hikvision, wie die „New York Times“ berichtete. Wie auch Huawei könnten der Firma Hürden beim Kauf von US-Technologien auferlegt werden. Die Aktien des chinesischen Überwachungstechnologieunternehmens gaben daraufhin um 5,54 Prozent nach.

Im chinesischen Hang Seng kletterten die Papiere des Elektrowerkzeugherstellers Techtronic mit plus 2,97 Prozent an die Spitze der Kurstafel. Als Schlusslicht gingen am Mittwoch die Aktien des Bekleidungsherstellers Shenzhou International mit minus 1,83 Prozent aus dem Handel.

In Japan standen am heutigen Handelstag bereits frische Konjunkturdaten zur Veröffentlichung. Japans Unternehmen haben im April den fünften Monat in Folge weniger Waren im Ausland verkauft. Die japanischen Exporte fielen um 2,4 Prozent verglichen mit dem Vorjahr, wie das Finanzministerium mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Minus von 1,8 Prozent gerechnet.

Zudem will am Donnerstag der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer mit Vertretern Japans und der Europäischen Union über eine gemeinsame Haltung gegenüber anderen Ländern sprechen. Dabei dürfte es vor allem um chinesische Subventionen gehen.

Im Tokioter Leitindex Nikkei-225 gaben die Aktien des Technologieinvestors und Indexriesen Softbank um 0,47 Prozent ab. Einem Bericht von Reuters zufolge werde Softbanks Billig-Mobilfunk-Marke YMobile den Launch des Huawei P30 Lite Smartphones verschieben, nachdem Washington dem chinesischen Handyhersteller Handelsbeschränkungen auferlegt hatte.

Zudem brachen die Titel von Suzuki Motor um 5,52 Prozent ein. Zuvor hatte Reuters berichtet, dass die indische Kartellbehörde Vorwürfe prüft, wonach der indische Pkw-Hersteller Maruti Suzuki wettbewerbswidrige Praktiken angewandt habe. Suzuki Motor ist der Mehrheitseigner des indischen Autobauers.