An Amberger Prügelattacke beteiligter Flüchtling abgeschoben

München (APA/AFP) - Knappe zwei Wochen nach seiner Verurteilung wegen der Prügelattacke von Amberg ist ein abgelehnter afghanischer Asylwerb...

München (APA/AFP) - Knappe zwei Wochen nach seiner Verurteilung wegen der Prügelattacke von Amberg ist ein abgelehnter afghanischer Asylwerber abgeschoben worden. Der am 10. Mai zu sechs Monaten Jugendhaft verurteilte Heranwachsende habe sich in einem am Dienstagabend von Düsseldorf nach Kabul gestarteten Abschiebeflug befunden, teilte das bayerische Landesamt für Asyl und Rückführungen am Mittwoch mit.

Insgesamt seien mit diesem Flug 24 abgelehnte afghanische Asylwerber abgeschoben worden. Den Angaben zufolge beteiligten sich neben Bayern auch die Länder Baden-Württemberg, Hessen, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin an der Sammelabschiebung. Mit insgesamt 14 Abgeschobenen lebten die meisten zuletzt in Bayern. Unter diesen seien sechs rechtskräftig verurteilte Straftäter, erklärten die bayerischen Behörden.

Bei der Prügelattacke in der oberpfälzischen Stadt Amberg hatten vier junge Asylwerber kurz vor dem Jahreswechsel unter Einfluss von Alkohol und Drogen wahllos Passanten und Polizisten angegriffen, der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen. Der nun Abgeschobene wurde unmittelbar nach dem Urteilsspruch in Schubhaft genommen.