Prozess um Bayern-Ei-Skandal beginnt Ende September

Regensburg (APA/AFP) - Im Skandal um salmonellenverseuchte Eier des Unternehmens Bayern Ei beginnt der Prozess Ende September. Das Landgeric...

Regensburg (APA/AFP) - Im Skandal um salmonellenverseuchte Eier des Unternehmens Bayern Ei beginnt der Prozess Ende September. Das Landgericht Regensburg hat 30 Verhandlungstage angesetzt. Ab dem 30. September solle das wegen des Vorwurfs der Körperverletzung mit Todesfolge angesetzte Verfahren gegen den ehemaligen Geschäftsführer des Unternehmens laufen, teilte das Gericht am Mittwoch mit.

Der vorerst letzte Verhandlungstag sei auf den 27. März 2020 angesetzt worden, es seien auch dreizehn Reservetage terminiert worden. Das Verfahren dürfte vor allem auf Grundlage von Gutachten entschieden werden, die Aufschluss bringen sollen, ob ein Todesfall nach dem Verzehr von Eierlieferungen von Bayern Ei tatsächlich mit diesem Verzehr erklärt werden kann.

Insgesamt 187 Menschen in Deutschland, Österreich und Frankreich sollen nach dem Verzehr von Eierlieferungen von Bayern Ei an Salmonellen erkrankt sein. Im September 2014 war ein Patient in Tirol gestorben.

Dieser Todesfall führte zu der Anklage der Körperverletzung mit Todesfolge, außerdem werden dem ehemaligen Geschäftsführer gewerbsmäßiger Betrug, gefährliche Körperverletzung sowie lebensmittel- und tierschutzrechtliche Verstöße vorgeworfen.

Anklage war in dem Fall bereits Ende 2016 erhoben worden. Der Prozessbeginn fast drei Jahre später liegt auch daran, dass Gutachten zu unterschiedlichen Ergebnissen kamen, ob der Todesfall mit den Eiern zusammenhing.