Zehn Migranten mit gefälschten Pässen in Griechenland festgenommen

Athen (APA/dpa) - Zehn Migranten sind zu Beginn der Tourismussaison von der griechischen Polizei in den Flughäfen der Ferieninseln Santorin ...

Athen (APA/dpa) - Zehn Migranten sind zu Beginn der Tourismussaison von der griechischen Polizei in den Flughäfen der Ferieninseln Santorin und Kos festgenommen worden. Sie wollten mit gefälschten Pässen nach Österreich, Belgien, Frankreich und Spanien fliegen, wie die griechische Polizei am Mittwoch mitteilte.

Immer wieder werden während der Tourismussaison Migranten mit gefälschten Dokumenten in den kleineren Flughäfen und Häfen Griechenlands aufgegriffen. Schlepper machten damit nach der weitgehenden Schließung der sogenannten Balkanroute Geschäfte, hieß es aus Polizeikreisen.

Außerdem setzten 160 Migranten nach Angaben der Küstenwache zwischen Dienstag- und Mittwochfrüh aus der Türkei nach Griechenland über. Vor den Inseln Samos, Agathonisi und Farmakonisi wurden 90 Menschen aufgegriffen. Vor der Insel Lesbos griff die Küstenwache weitere 70 Personen auf. Die Anzahl der Geflüchteten sei jedoch deutlich kleiner als 2015, hieß es aus Kreisen der Küstenwache am Montag. Damals gab es Tage, an denen 7.000 Personen aus der Türkei zu den griechischen Inseln im Osten der Ägäis übersetzten.

Die Registrierlager, sogenannte Hotspots auf den Inseln Lesbos und Samos sind restlos überfüllt. Um die Inseln zu entlasten, bringt die Regierung in Athen immer wieder Menschen in Flüchtlingslager auf dem Festland. Es handelt sich dabei um Familien, Minderjährige und Frauen. Diese Menschen haben gute Chancen, Asyl zu bekommen, heißt es aus Quellen des Migrationsministeriums in der Hafenstadt Piräus.