Baubeginn für serbischen Abschnitt der Gas-Pipeline Turkish Stream

Belgrad (APA) - Der Anfang des Jahres angekündigte Bau der Gas-Pipeline Turkish Stream durch Serbien hat dieser Tage begonnen. Die Pipeline ...

Belgrad (APA) - Der Anfang des Jahres angekündigte Bau der Gas-Pipeline Turkish Stream durch Serbien hat dieser Tage begonnen. Die Pipeline wird von der gemeinsamen russisch-serbischen Firma Gastrans errichtet, an der der russische Gazprom-Konzern mit 51 und die serbische Srbijagas mit 49 Prozent beteiligt ist.

Der serbische Pipeline-Abschnitt mit einer Länge von 403 Kilometern wird Zajecar an der Grenze zu Bulgarien mit Horgos an der Grenze zu Ungarn verbinden und soll laut früheren Ankündigungen bis Jahresende fertiggestellt werden. Die ersten Bauarbeiten wurden Ende der Vorwoche unweit der Ortschaft Sajkas in der Vojvodina aufgenommen, berichteten Belgrader Medien.

Nach Angaben von Energieminister Aleksandar Antic wird das Projekt zu 30 Prozent von Srbijagas und Gazprom finanziert werden. Woher die restlichen Finanzmittel kommen sollen, hat er nicht präzisiert. Bei einem Besuch in Belgrad Anfang des Jahres hatte der russische Präsident Wladimir Putin allerdings die Bereitschaft seines Landes bekundet, den Bau des Turkish-Stream-Zweiges durch Serbien mit 1,4 Mrd. Dollar (1,25 Mrd. Euro) zu finanzieren.

Den Ankündigungen zufolge soll ein Pipeline-Strang aus Serbien auch in die bosnische Republika Srpska führen.