Leitbörsen in Fernost schwächer - Hang Seng auf Vier-Monats-Tief

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag deutlich nachgegeben. Eine positive Ausnahme war der indische Markt, der von ein...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag deutlich nachgegeben. Eine positive Ausnahme war der indische Markt, der von einer sich abzeichnenden zweiten Amtszeit für den Premierminister Narendra Modi profitierte. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 39.270,98 Zählern mit plus 160,77 Punkten oder 0,41 Prozent.

An den übrigen Märkten hält der fortwährende Handelskonflikt zwischen den USA und China die Börsen in Schach. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 438,81 Zähler (minus 1,58 Prozent) auf 27.267,13 Einheiten. Damit schließt er so tief wie Ende Jänner nicht mehr. Der Shanghai Composite verlor 39,18 Punkte oder 1,35 Prozent auf 2.852,52 Punkte.

Der Nikkei-225 Index in Tokio gab 132,23 Zähler oder 0,62 Prozent auf 21.151,14 Punkte ab. Der All Ordinaries Index in Sydney sank um 13,8 Zähler oder 0,21 Prozent auf 6.584,30 Einheiten.

Das Vorgehen der USA gegen Technologiefirmen aus China sorgt für Nervosität unter den Anlegern. Laut der New York Times erwägt die Trump-Regierung, dem chinesischen Anbieter von Videoüberwachungsprodukten Hikvision ähnliche Beschränkungen wie dem Smartphone-Hersteller Huawei aufzuerlegen.

Die Aktien von Hikvision reagierten mit einem Abschlag von um 5,79 Prozent. Auch die Werte des Huawei-Zulieferes AAC Technologies Holdings fielen in Hongkong um 6,36 Prozent.

Um 3,83 Prozent tiefer zeigten sich auch die Aktien von Tencent Holdings. Damit schlossen die Aktien des Internet-Dienstleisters den sechsten Tag in Folge mit Verlusten. Seit der Zahlenvorlage für das erste Quartal in der vergangenen Woche waren die Titel auf Sinkflug gegangen.

In Tokio verloren die Honda-Aktien um 0,88 Prozent. Der japanische Autohersteller ruft wegen Problemen mit Airbags 137.000 Geländewagen in den USA zurück.