Ibiza-Video - Viel Aufmerksamkeit für Böhmermann-Video

Berlin (APA/dpa) - Um die Regierungskrise in Österreich dreht sich Jan Böhmermanns neues Video zwar nicht, bekommt aber trotzdem viel Aufmer...

Berlin (APA/dpa) - Um die Regierungskrise in Österreich dreht sich Jan Böhmermanns neues Video zwar nicht, bekommt aber trotzdem viel Aufmerksamkeit. In dem am Mittwochabend online gestellten Clip „Comedians for Worldpeace - Do they know it‘s Europe“ („Komiker für den Weltfrieden - Wissen sie, dass es Europa ist?“) geht es um Europa.

So singt der TV-Moderator und Grimme-Preisträger Böhmermann (38) im Wechsel mit Satirikern aus anderen europäischen Ländern von Portugal über Ungarn, Slowenien und den Niederlanden bis Finnland einen Song mit dem Refrain „Allein sind wir allein!“. Den österreichischen Beitrag gestaltete der Satiriker Peter Klien. Das Interesse an dem Videoclip war zeitweise so groß, dass es Serverprobleme gab. Auf Youtube wurde das Video bis zum Donnerstagvormittag mehr als 315.000 Mal aufgerufen.

In den Kommentaren auf Youtube gab es viel Lob für den Clip: „Statt Madonna hätten sie einfach dieses Video beim ESC abspielen müssen“, heißt es dort etwa. Und auch: „Da atmen ein paar Österreicher aber auf.“ Denn in den Tagen vor der Veröffentlichung hatte es in den sozialen Medien immer wieder Spekulationen gegeben, ob Böhmermann in dem Video Details zum Hintergrund des brisanten Videos verraten würde, in dem der zurückgetretene Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache mit einer vermeintlichen russischen Investorin über Möglichkeiten der Zusammenarbeit redet. Das Video kannte Böhmermann schon vor der Veröffentlichung.

Am Montag hatte Böhmermann auf Twitter zu seiner Satireshow „Neo Magazin Royale“ angekündigt: „Diese Woche haben wir sogar ein kleines Special vorbereitet!!!“ Kurz darauf folgte ein Tweet mit einem Link. Beim Öffnen erschien ein Countdownfeld: Dort wurde die Zeit Sekunde für Sekunde rückwärts gezählt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem das „Comedians for Worldpeace“-Video am Mittwochabend online ging. Bis dahin war das Thema allerdings offen.