Altmaier: Chinas „Neue Seidenstraße“ darf keine Einbahnstraße sein
Friedrichshafen (APA/dpa) - Deutschlands Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält eine Zusammenarbeit zwischen Europa und China bei des...
Friedrichshafen (APA/dpa) - Deutschlands Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält eine Zusammenarbeit zwischen Europa und China bei dessen Milliarden-Projekt einer „Neuen Seidenstraße“ für denkbar. Eine Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass die chinesische Strategie nicht dazu führt, „dass Infrastruktur entsteht, die als Einbahnstraße benutzt wird“, sagte Altmaier am Donnerstag.
Die „Neue Seidenstraße“ dürfe nicht so angelegt sein, dass Chinas Produkte bevorzugt und Waren und Dienstleistungen anderer Länder diskriminiert werden. Der Minister plädierte bei der 11. Nationalen Maritimen Konferenz in Friedrichshafen am Bodensee für ein gemeinsames europäisches Vorgehen. Europa müsse sich mit China darauf verständigen, dass die logistische Infrastruktur neutral sei „und dass dies keine Einbahn-, sondern eine Zweibahnstraße ist und dass es für alle Beteiligten - für die Unternehmen und für die Bürger - transparent und am Ende auch kostengünstig funktioniert“.
Altmaier kündigte an, im Juni in Peking den Dialog mit chinesischen Partnern fortzusetzen. Die deutsche Regierung und die EU würden gegenüber China weiter darauf drängen, „dass es gleiche Rechte für alle gibt, dass deutsche und europäische Unternehmen in China die gleichen Rechte haben, wie chinesische Unternehmen in Deutschland, dass offene und freie Märkte für alle gelten“.
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