Vapiano will Jahreszahlen vorlegen - Ringen um Finanzspritze

Köln (APA/dpa) - Die angeschlagene deutsche Restaurantkette Vapiano - die auch in Österreich vertreten ist - stellt morgen Freitag ihren lan...

Köln (APA/dpa) - Die angeschlagene deutsche Restaurantkette Vapiano - die auch in Österreich vertreten ist - stellt morgen Freitag ihren lange erwarteten Jahresabschluss vor. Hierbei geht es besonders um die Frage, ob sich die Firma mit Geldgebern über ein dringend benötigtes Investitionspaket einigen konnte.

Bis zuletzt war offen, ob der erst seit Jahresende amtierende Firmenchef Cornelius Everke eine Finanzspritze von insgesamt 40 Mio. Euro bekommt - das war der Grund, warum der Jahresabschluss zweimal verschoben worden war. Je nach Ausgang der Gespräche verdüstert oder verbessert sich die Lage des börsennotierten Unternehmens.

Vapiano steckt in den roten Zahlen. 2017 machte die Firma einen Verlust von rund 30 Mio. Euro, 2018 soll der Gesamtverlust laut vorläufigen Zahlen vom Februar „deutlich“ unter diesem Wert liegen. Der Umsatz lag bei 370 Mio. Euro. Auf gleicher Fläche, also ohne Neueröffnungen, war das ein Minus von einem Prozent - angesichts des starken Wachstums in der Gastrobranche sind das schlechte Werte.

Mit Geld aus dem Börsengang 2017 setzte Vapiano auf eine massive Expansion, im vergangenen Jahr kamen mehr als 30 neue Restaurants hinzu. In 33 Staaten ist Vapiano inzwischen präsent mit 231 Restaurants, die meisten davon in Deutschland. Viele der neuen Läden wurden zu Verlustbringern, zudem ärgerten sich Kunden mancherorts über lange Wartezeiten. An der Börse ist die Aktie seit langem im Sinkflug. Der neue Chef will die Firma samt Menükarte verschlanken und Abläufe effizienter machen. Für den Umbau braucht er Geld.

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