EGB-Kongress: Laurent Berger neuer Präsident
Wien (APA) - Der Europäische Gewerkschaftsbund hat einen neuen Präsidenten. Der Franzose Laurent Berger wurde beim EGB-Kongress Freitag in W...
Wien (APA) - Der Europäische Gewerkschaftsbund hat einen neuen Präsidenten. Der Franzose Laurent Berger wurde beim EGB-Kongress Freitag in Wien zum Nachfolger des bisher an der Spitze stehenden Belgiers Ruudy de Leeuw gewählt. Generalsekretär bleibt der Italiener Luca Visentini.
„Die Mission für die nächste Amtszeit wird sein, die Angriffe auf Demokratie und Toleranz zu bekämpfen“, sagte Visentini, „und weiter als die Juncker-Kommission zu gehen, um soziale Gerechtigkeit, hochwertige Arbeitsplätze und höhere Löhne in der EU durchzusetzen.“
Der EGB-Kongress verabschiedete auch das Arbeitsprogramm 2019 bis 2024. Es trägt den Titel „Ein gerechteres Europa für ArbeitnehmerInnen“. Konkret werden darin vom künftigen EU-Parlament und der neuen Kommission zahlreiche Punkte gefordert. U.a. eine Reform der Wirtschaftspolitik, des EU-Haushalts und der Währungsunion. Es müsse soziale Gerechtigkeit, arbeitsfreundliche Investitionen, nachhaltiges Wachstum und faire progressive Steuermodelle geben.
Darüber hinaus müsse es zur Förderung stärkerer Tarifverhandlungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften über Löhne und Arbeitsbedingungen in allen EU-Ländern komme. Prekäre Beschäftigungsverhältnisse seien abzubauen und Lohn- sowie Sozialdumping einzudämmen.
Bundespräsident Alexander Van der Bellen hatte während des viertätigen Kongresses angesichts der laufenden EU-Wahlen vor nationalistischen Strömungen „in fast allen Ländern Europas“ gewarnt. Lob gab es vom Staatsoberhaupt beim EGB-Kongress für die Gewerkschaften, bei denen „Solidarität zu ihrer DNA gehört“. Außerdem würden Gewerkschaften in ganz Europa die proeuropäischen Kräfte unterstützen.
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