Rohstoffe (11.00) - Brent-Ölpreis dämpft Vortagesverluste etwas ein

Wien (APA) - Nach seinem jüngsten Kursrutsch hat der Brent-Ölpreis am Freitagvormittag seine Vortagesverluste etwas eingedämmt. Der als wich...

Wien (APA) - Nach seinem jüngsten Kursrutsch hat der Brent-Ölpreis am Freitagvormittag seine Vortagesverluste etwas eingedämmt. Der als wichtige Ölpreisbenchmark geltende Future auf die Rohölsorte Brent notierte vor dem Wochenende gegen 11.00 Uhr in London bei 68,61 Dollar je Barrel (159 Liter). Am Donnerstag notierte der Brent-Future zuletzt bei 67,76 Dollar.

Brent wie auch WTI hatten am Donnerstag jeweils ihren größten Tagesverlust seit Jahresbeginn verbucht. Die umfragebasierten Schätzungen der OPEC-Produktion werde wohl zeigen, dass diese im Mai hinter den Bedarf zurückgefallen ist, stellt Barbara Lambrecht von der Commerzbank in Aussicht. Sie gehe daher von steigenden Ölpreisen in der nächsten Woche aus.

Enttäuschende US-Einkaufsmanagerindizes und die angespannte politische Lage hatte die Ölpreise am Donnerstag unter Druck gesetzt. Die Commerzbank-Experte Eugen Weinberg sieht eine anhaltende Angebotsknappheit. Er verweist auf den Export-Rückgang Irans wegen der US-Sanktionen. Daneben sind die Öllieferung aus Russland wegen Qualitätsproblemen weiterhin gestört und die OPEC halte ihr Angebot knapp.

Der Preis für OPEC-Öl ist am Donnerstag auf 68,56 Dollar pro Barrel gefallen. Am Mittwoch hatte das Barrel nach Angaben des OPEC-Sekretariats in Wien noch 71,03 Dollar gekostet. Der OPEC-Preis setzt sich aus einem Korb von zwölf Sorten zusammen.

Der Goldpreis zeigte sich mit leichten Abschlägen. Im Londoner Goldhandel wurde heute gegen 11.00 Uhr die Feinunze (31,10 Gramm) bei 1.281,93 Dollar (nach 1.283,96 Dollar am Donnerstag) gehandelt. Eine Stütze für den Goldpreis dürfte im Jahresverlauf Asiens Goldnachfrage sein, schreibt Lambrecht in ihrer jüngsten Markteinschätzung. Rund die Hälfte der globalen Goldnachfrage komme aus China und Indien. Die Schweizer Goldexporte im März würden bereits eine Erholung andeuten, so die Analystin weiter. Sie rechnet mit einer Fortsetzung im April.