Volleyball: ÖVV-Nationalteams starten in Innsbruck in European League

Innsbruck (APA) - Österreichs Volleyball-Nationalteams starten am Sonntag in Innsbruck in die Saison der European League. Die Damen von Team...

Innsbruck (APA) - Österreichs Volleyball-Nationalteams starten am Sonntag in Innsbruck in die Saison der European League. Die Damen von Teamchefin Svetlana Ilic sind heuer erstmals in die Golden League aufgerückt und bekommen es zum Auftakt in der Olympiahalle mit Kroatien zu tun (15.30 Uhr). Die in der Silver League engagierten Herren von Teamchef Michael Warm treffen auf Griechenland (18.00/live ORF Sport +).

Obwohl Kapitän Peter Wohlfahrtstätter und Co. eine Etage tiefer antreten als ihre Landsfrauen, liegt das rot-weiß-rote Hauptaugenmerk auf ihnen. Denn der Countdown für die EM im September mit den Gruppenspielen in Belgien läuft. Das Match gegen die Griechen ist nach zwei inoffiziellen Tests gegen Kroatien das erste von 14 offiziellen Länderspielen der österreichischen Herren-Equipe im EM-Countdown. Weitere Gegner in der Silver-League-Gruppe A sind Bosnien-Herzegowina und Ungarn.

Wohlfahrtstätters klares Ziel ist der Gruppensieg, damit das Finale und der Aufstieg in die Golden League 2020. „Der Auftakt ist immer wichtig. Wenn wir ins Finale wollen, dann müssen wir jedes Spiel gewinnen. Am Feuer wird es nicht mangeln.“ Der Mittelblocker wurde zuletzt mit Benfica Lissabon Triple-Sieger und hatte damit in der vergangenen Club-Saison schon einiges zu feiern. Als Tiroler gibt es für ihn einen der seltenen Auftritte in der Heimat, unterstützt von Familie und Freunden.

2010 beim bisher letzten Länderspiel der ÖVV-Herren in Innsbruck war Wohlfahrtstätter dabei, wie auch der damals in seiner Funktion amtierende Warm. Der 51-Jährige warnte bei einer Pressekonferenz am Freitag in Innsbruck davor, nach der im Jänner geschafften EM-Qualifikation, zahlreichen Erfolgen bei den Clubs und in Vorfreude auf die EM nun nicht in ein Loch zu fallen. „Wir stehen zwischen den Highlights. Wir dürfen jetzt nicht durchschnaufen, sondern müssen uns fokussieren.“

Die Griechen schätzt Warm als starken Gegner mit gutem Kader. Die meisten Topspieler der Hellenen seien nun auch mit dabei. „Das ist ein wichtiger Gradmesser für uns. Wir sind sehr aufgeregt und gespannt, wie wir bestehen werden“, sagte der Coach. ÖVV-Sportdirektor Gottfried Rath sieht Herren- wie Damen-Team gerüstet: „Wir haben bei den Nationalteams acht Spielerinnen und Spieler mit Meistertiteln, sechs Cupsieger, mehrere Supercup-Sieger und einen Champions-League-Halbfinalisten.“

Die ÖVV-Damen gehen als Außenseiterinnen in den Bewerb, geht es doch gegen die kontinentale Elite. „Es ist für uns eine Ehre, da mitzuspielen“, erklärte die Tirolerin Nikolina Maros von Double-Gewinner Linz-Steg. „Wir wollen so viel erreichen, wie es geht. Wir haben gegen die Kroatinnen immer wieder gezeigt, dass wir Sätze gewinnen können.“ In der Gruppe auch mit Frankreich und Ungarn seien Vorbilder. „Wir schauen auf zu denen. Jetzt können wir gegen sie spielen und von ihnen lernen.“

Trainerin Ilic sieht im dritten Jahr mit der ÖVV-Truppe eine klare Entwicklung nach oben. „In der EM-Qualifikation war ein großer Schritt für uns, auch wenn wir sie nicht geschafft haben. Die Spielerinnen haben ihr Auftreten geändert. Jetzt spielen sie im interessantesten Turnier in Europa nach der EM mit. Wir wollen noch ein weiteres Level weitergehen.“ Kroatien schätzt die Serbin als Volleyball-Land mit großer Geschichte. „Aber wir sind näher gekommen. Ich bin sicher, wir können das Spiel gewinnen.“