Fiat Chrysler will umfangreiche Kooperation mit Renault

Amsterdam/Yokohama (APA/Reuters) - Der italienisch-amerikanische Autoproduzent Fiat Chrysler peilt einem Medienbericht zufolge eine umfangre...

Amsterdam/Yokohama (APA/Reuters) - Der italienisch-amerikanische Autoproduzent Fiat Chrysler peilt einem Medienbericht zufolge eine umfangreiche Zusammenarbeit mit seinem französischen Konkurrenten Renault an. Die beiden Pkw-Hersteller wollten ihre Kräfte bündeln, um die strukturellen Herausforderungen in der globalen Autoindustrie zu meistern, berichtet die „Financial Times“ unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen.

Eine Vereinbarung könnte dazu führen, dass Fiat Chrysler künftig der Allianz von Renault-Nissan-Mitsubishi beitritt. Es dürfte jedoch schwierig werden, Nissan von dem Plan zu überzeugen. Laut Bericht lehnten Renault und Fiat Chrysler einen Kommentar dazu ab. Bei Nissan war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Renault-Chef Jean-Dominique Senard sagte indes, dass eine Fusion mit den Partnern Nissan und Mitsubishi derzeit kein Thema sei. Zunächst gehe es darum, die Zusammenarbeit der Autohersteller zu verbessern, sagte er dem Radiosender France Inter. Die Debatte über einen Zusammenschluss der Unternehmen habe zuletzt für viel Aufregung gesorgt. In der Zukunft könnten sie sich darüber in aller Ruhe Gedanken machen, ergänzte Senard.

Architekt und Motor der Dreier-Allianz war der frühere Renault- und Nissan-Chef Carlos Ghosn, der inzwischen in Japan angeklagt ist. Nissan wirft ihm finanzielle Verfehlungen vor. Nach Ghosns Darstellung war der Streit über eine Fusion Hintergrund der Anschuldigungen.

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