EU-Wahl - Gauland spricht von „schwierigem Wahlkampf“ für AfD
Berlin (APA/dpa) - Der Chef der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD), Alexander Gauland, hat von einem „schwierigen Wahlka...
Berlin (APA/dpa) - Der Chef der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD), Alexander Gauland, hat von einem „schwierigen Wahlkampf“ für seine Partei bei der EU-Wahl gesprochen. Angesichts dessen sei er mit dem Ergebnis zufrieden, sagte er am Sonntag. Gauland verwies auf die Skandal-Videos um den österreichischen Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ), die der AfD den Wahlkampf erschwert hätten.
Nur wenn es am Ende nicht zweistellig ausfallen sollte, hätte er ein Problem. Er betonte zugleich: „Die FPÖ ist unsere Schwesterpartei, mit ihr wollen wir zusammenarbeiten.“ Die AfD habe zudem erklären müssen, „warum wir uns in ein Parlament wählen lassen, das wir abschaffen wollen“, sagte Gauland am Sonntagabend im ZDF.
Spitzenkandidat Jörg Meuthen sagte: „Wir gehen nach Brüssel, um die EU zu reparieren, um sie auf ihre Kernaufgaben zu reduzieren.“ Die AfD habe in Brüssel jetzt eine „bärenstarke Gruppe“. Bei der AfD-Wahlparty sagten einige Wahlkämpfer, die Parteispenden-Affäre habe sich wohl negativ auf das Europawahl-Ergebnis ausgewirkt. Andere mutmaßten, es sei vielleicht unklug gewesen, den Austritt Deutschlands aus der EU als Möglichkeit ins Wahlprogramm aufzunehmen. Kritik an Meuthen war nicht zu hören.
Die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel, nahm an der Wahlparty nicht teil. Sie lobte aber schriftlich Meuthens Wahlkampf. „Eine weitere Erkenntnis: Die GroKo hat fertig. Nach dieser gewaltigen Wahlklatsche der SPD kann die Koalition nicht zur Tagesordnung übergehen.“
Kommentare