Finale in Schwaz, Ärger in Kufstein

Das Endspiel des Kerschdorfer Tirol Cups steigt wie im Vorjahr in Schwaz – das sorgt für Ärger beim FC Kufstein rund um Trainer Markus Duftner.

Das Cup-Finale steigt am 9. Juni in der Silberstadt-Arena - das ärgert den FC Kufstein.
© gepa

Von Tobias Waidhofer

Schwaz, Kufstein –2018 gewann der SC Schwaz das Finale des Kerschdorfer Tirol Cups gegen den FC Kufstein. Es war ein besonderer Triumph, schließlich durften die Knappenstädter dabei im heimischen Schwazer Sportzentrum jubeln.

Knapp ein Jahr später wartet im Endspiel die Revanche. Dass dieses Match – wie auch das Damen-Endspiel zwischen der SPG Schwoich/Wildschönau und der SPG Matrei/Neustift – am 9. Juni erneut in Schwaz ausgetragen wird, sorgte für Verwunderung. Bei Kufstein-Trainer Markus Duftner ist die längst in Ärger umgeschlagen: „Das ist respektlos uns gegenüber, auch die Mannschaft ist sehr enttäuscht. Es ist unverständlich, dass dieses Finale zum zweiten Mal in Folge in Schwaz ausgetragen wird.“ Man werde sich nun innerhalb der Mannschaft zusammensetzen und überlegen, wie man mit dieser Situation umgehe. Es sei auch eine Option, die U18-Mannschaft nach Schwaz zu schicken. „Es geht nicht darum, dass wir es uns nicht zutrauen, in Schwaz zu bestehen. Es geht um Fairness.“

Etwas anders klingt da der Kufsteiner Präsident Hannes Rauch: „Ich kann die Enttäuschung des Trainers und der Mannschaft nachvollziehen. Aber der Tiroler Fußballverband und Präsident Josef Geisler haben die Entscheidung uns gegenüber offen kommunziert.“ Man habe eine gute Saison gespielt und freue sich auf das Finale.

Das tut auch Verbandspräsident Geisler, dem der Kufsteiner Ärger ebenfalls zu Ohren gekommen ist: „Die erste Wahl war Schwoich, leider hätte das Spiel dort nur am Samstag (8. Juni, Anm.) stattfinden können.“ Das ging aber nicht, da die Westligisten Kufstein und Schwaz am Freitag (7. Juni) noch in der Liga gefordert sind.

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Übrig blieben als Kandidaten Wörgl, Kufstein und Schwaz. „Beide Finalisten profitieren finanziell auch wesentlich von den Zuschauereinnahmen. In Kufstein ist das Zuschauerinteresse enden wollend“, erklärt Geisler die Hintergründe der Entscheidung des Cupkomitees. Und auch Cupsponsor Hannes Kersch­dorfer dürfte ein Wörtchen mitgeredet haben. „Der Sponsor hat ein legitimes Interesse, dass seine Bekanntheit zum Ausdruck gebracht wird. Da kann es natürlich sein, dass er eine Region bevorzugt“, formuliert es Geisler. Der FCK muss wohl in den sauren Final-Apfel beißen.


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