Britische Schiffe sollen Straße von Hormuz vorerst meiden

Nach der Festsetzung eines britischen Tankers durch den Iran rät Großbritannien britischen Schiffen, die Straße von Hormuz vorerst zu meiden. Britische Schiffe sollten die Gewässer um die Straße von Hormuz „vorläufig“ nicht durchqueren, teilte die britische Regierung am Samstag mit.

Die iranischen Revolutionsgarden hatten am Freitag den britischen Tanker „Stena Impero“ in der Meerenge am Persischen Golf beschlagnahmt. Ein zweites Schiff wurde vorübergehend an der Weiterfahrt gehindert.

„Wir bleiben tief besorgt über das inakzeptable Vorgehen des Iran, das die internationale Freizügigkeit der Schifffahrt auf die Probe stellt“, sagte eine Regierungssprecherin nach einem nächtlichen Treffen des Krisenstabs Cobra. Zuvor hatte bereits Außenminister Jeremy Hunt die Festsetzung als „inakzeptabel“ bezeichnet. Der Iran müsse mit „ernsthaften Konsequenzen“ rechnen, wenn der Konflikt nicht schnell gelöst werde.

Die Aktion in der Golfregion deute darauf hin, dass der Iran einen „gefährlichen Weg des illegalen und destabilisierenden Verhaltens“ gewählt habe, schrieb Hunt am Samstag im Kurznachrichtendienst Twitter. Die Folgen würden deutlich sein.

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Militärische Optionen hatte Hunt bereits am Freitagabend ausgeschlossen. „Wir halten nach einem diplomatischen Weg Ausschau, um diese Situation zu lösen“, sagte der Minister in einem Interview des Nachrichtensenders Sky News. Wie das aber genau aussehen könnte, erläuterte Hunt nicht. Sein Ministerium gab darauf am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zunächst keine Auskunft.

Die Straße von Hormuz ist ein strategisch wichtiges Nadelöhr für den Transport von Öl. Rund ein Drittel des auf dem Seeweg transportierten Öls wird durch die Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman befördert. Die Meerenge ist schon seit Jahrhunderten eine wichtige Handelsroute.


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