Kollegin sexuell belästigt: Geldstrafe für Tankstellenmitarbeiter

Dass Übergriffe auf das jeweils andere Geschlecht immer öfter angezeigt und dann rigoros verfolgt werden, hat sich offenbar noch nicht bei j...

Landesgericht Innsbruck.
© TT/Thomas Böhm

Dass Übergriffe auf das jeweils andere Geschlecht immer öfter angezeigt und dann rigoros verfolgt werden, hat sich offenbar noch nicht bei jedermann herumgesprochen. So fand es ein bereits entlassener Tankstellenmitarbeiter vergangenen Sommer offenbar lustig, mit Kolleginnen ein auffallend undistanziertes Verhältnis zu pflegen.

Zwei Fälle waren gestern am Landesgericht Gegenstand der Anklage, in einem Fall kam es dann zur Verurteilung wegen Nötigung und sexueller Belästigung. Zuvor hatte eine Belästigte Richterin Sandra Presslaber die Vorkommnisse alles andere als aufbauschend dargelegt. Demnach hatt­e der Angeklagte sie „rein zum Spaß" auf den Nacken geküsst, ihr Eiswürfel ins Leiberl gesteckt, an der Kasse mit beiden Händen am Bauch erfasst sowie ihr von hinten zwischen die Beine gefasst.

Da half es dem 38-Jährigen nichts, die Ex-Kolleginnen durchwegs der Lüge zu bezichtigen. 3360 Euro Geldstrafe ergingen nicht rechtskräftig. (fell)


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