Brite seit zwei Wochen mit Dauererektion im Krankenhaus

Unglaubliche Schmerzen, eine Notoperation und eine ungewisse Prognose: Medikamentöse Wechselwirkungen führten dazu, dass Danny Polaris mit Priapismus im Krankenhaus landete. Im schlimmsten Fall droht eine Penis-Amputation.

Der Brite Danny Polaris liegt wegen einer schmerzhaften Dauererektion seit zwei Wochen im Krankenhaus.
© Screenshot Instagram/dannypolari

Berlin — Klingt vielleicht lustig, ist es aber ganz und gar nicht: Ein in Berlin wohnhafter Brite liegt seit zwei Wochen mit einer Dauererektion im Krankenhaus, hat schon zahlreiche Operationen hinter sich und könnte im schlimmsten Fall sogar sein bestes Stück deswegen verlieren.

Wie kam es dazu? Wie mehrere Medien berichten, ließ sich der Sänger und freiberufliche Journalist kurz vor dem Berliner CSD am 27. Juli von seinem Date, einem Krankenpfleger, ein Erektionsmittel in seinen Penis spritzen. Das Medikament wird eigentlich bei Erektionsstörungen eingesetzt. Polaris hatte am Vorabend jedoch bereits eine Viagra-Tablette genommen.

Es kam zu Wechselwirkungen und die Schmerzen im besten Stück des Briten wurden so unerträglich, dass er schließlich den Notruf wählte und mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Dort wurde alles versucht, um die Dauererektion (medizinisch wird sie als „Priapismus" bezeichnet) zu stoppen. Doch nichts half. Mehrmals wurden dem Sänger Nadeln ins Glied gestochen mit dem Ziel, Blut abzutransportieren. Sogar eine Vene aus dem Oberschenkel wurde in einer Notoperation mit dem Penis verbunden — erfolglos. Auch nach einer Woche in Behandlung änderte sich am Zustand des Briten nicht viel. Die Erektion war nach wie vor vorhanden, der Musiker bekam Blutverdünner.

Die "Genesungsphase" nutzt Polaris nun jedenfalls, um über soziale Medien auf die Gefahr von Viagra und erektionsfördernden Medikamenten hinzuweisen. Ob der Penis des Briten jemals wieder normal funktionieren wird, ist jedoch unklar. Spätfolgen von Priapismus könnten ein dauerhafter Erektionsverlust, eine Verkrümmung oder im schlimmsten Fall sogar eine Amputation des Gliedes wegen Gewebsnekrose sein.

Neben der gesundheitlichen Ungewissheit plagen Polaris nun auch finanzielle Sorgen. Als Freiberufler musste der Musiker und Sex-Kolumnist zahlreiche Engagements sausen lassen. Freunde richteten deswegen eine Crowdfunding-Kampagne im Internet ein.

Am Mittwoch postete Polaris erstmals positive Neuigkeiten: Immerhin 15 Minuten lang konnte er das Krankenhaus für einen Spaziergang verlassen. Die Erektion sei immer noch vorhanden. „Aber weicher als vorher", so Polaris auf Instagram. (TT.com/reh)

Video-Interview von Danny Polaris mit Pink News:


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