Börsenkollaps und Währungsverfall: Argentiniens Finanzminister tritt zurück

Die Ratingagenturen Fitch und Standard & Poor‘s (S&P) hatten zuvor den Daumen über Argentinien gesenkt. Zusätzlich brach der Leitindex an der Börse Buenos Aires um fast 50 Prozent ein.

Der Leitindex an der argentinischen Börse ist vergangene Woche stark eingebrochen.
© AFP

Buenos Aires – Nach dem Börsenkollaps und dem Verfall der Landeswährung Peso tritt der Finanzminister Argentiniens zurück. Angesichts der Krise benötige das Wirtschaftsteam eine „deutliche Erneuerung“, begründete Nicolas Dujovne am Samstag (Ortszeit) seinen Schritt. Aus Regierungskreisen verlaute, dass der derzeitige Wirtschaftsminister für die Provinz Buenos Aires, Hernan Lacunza, seine Nachfolge antreten solle.

Die Ratingagenturen Fitch und Standard & Poor‘s (S&P) hatten zuvor den Daumen über Argentinien gesenkt. Die Niederlage des argentinischen Staatschefs Mauricio Macri bei einem wichtigen Stimmungstest für die Präsidentschaftswahlen hatte darüber hinaus dem Leitindex der Börse Buenos Aires am Montag in Dollar gerechnet einen Kurseinbruch um fast 50 Prozent eingebrockt. Das ist der zweitgrößte Absturz eines Aktienmarktes weltweit seit 1950. Die Währung des Landes fiel um 21 Prozent. (APA/Reuters)

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