Sesselbahn und neues Hotel in Kals sind auf Schiene

Die Schultz-Gruppe investiert in Kals zwölf Millionen Euro in einen neuen Lift und in Pisten. In St. Jakob ist ein 250-Betten-Hotel geplant.

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Juniorchef Maximilian Schultz auf der Baustelle für die Talstation der neuen Sechser-Sesselbahn in Kals-Großdorf. Die Anlage soll diesen Winter in Betrieb gehen.
© Schultz Gruppe

Von Catharina Oblasser

Kals a. Gr., St. Jakob i. D. –In Kals-Großdorf herrscht reger Betrieb: Dort entsteht gerade die Talstation für eine neue Sechsersesselbahn, die von Großdorf auf das Ganotzeck führt. Ebenso wird an der Bergstation gearbeitet, die sich in der Nähe des Gasthofs Glocknerblick befindet. Die neue Bahn führt von 1300 auf 2100 Meter Seehöhe, ist 1418 Meter lang und verfügt über Sitzheizungen und Wetterschutzhauben. 2400 Personen können pro Stunde damit transportiert werden.

Die Anlage gehört zu einem Paket, das die Schultz-Gruppe für ihre Gebiete in Osttirol geschnürt hat und das sie nun Schritt für Schritt abarbeitet. „In Kals fließen zwölf Millionen in die neue Bahn, in die dazugehörigen Pisten und die Beschneiung“, erklärt Seniorchef Heinz Schultz bei einem Pressegespräch. „In den kommenden drei Wochen werden die Liftstützen aufgestellt. Mit Beginn der Wintersaison am 6. Dezember wird die Sesselbahn in Betrieb sein. “

Auch im Skigebiet St. Jakob stehen Neuerungen an, wenn auch nicht mehr in diesem Jahr. „Wir wollen bei der Talstation der Brunnalm-Lifte ein 250-Betten-Hotel errichten, das in der Ausführung ähnlich ist wie das Gradonna in Kals“, informiert Juniorchef Maximilian Schultz. „So wie das Gradonna soll es ebenfalls ein Vier-Sterne-Superior-Haus sein.“ Für St. Jakob sei das ein guter Schritt in Richtung touristische Weiterentwicklung, ist der Juniorchef überzeugt.

Noch nicht so weit gediehen ist das Projekt der Talabfahrt nach Matrei im Goldried-Skigebiet. Es wäre nämlich ein zusätzlicher Beschneiungsteich nötig. Dafür sind Vater und Sohn Schultz guter Dinge, was die Skischaukel Sillian-Sexten betrifft. Gemeinsam mit der Südtiroler Drei Zinnen AG arbeitet die Zillertaler Unternehmerfamilie an einer grenzüberschreitenden Skiverbindung. Das würde von Osttirol aus den Zugang zum weitläufigen Wintersportgebiet in den Südtiroler Dolomiten ermöglichen. „Wir wollen im Herbst die Unterlagen für die Umweltverträglichkeitsprüfung einreichen“, so Heinz Schultz. Wenn es nach ihm geht, könnte schon 2021 mit dem Bau in Sillian begonnen werden, die Fertigstellung wäre dann 2022.

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Das finanzstarke Engagement im Bezirk Lienz erklärt Maximilian Schultz so: „In anderen Tourismusregionen ist der Zenit schon erreicht, doch Osttirol hat noch viel Potenzial.“


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