Alle zwei Tage ein Fall von Vandalismus bei den ÖBB

Ein Unbekannter beschädigte in der Nacht auf Dienstag beim Bahnhof Terfens/Weer zwei elektronische Fahrplananzeigen, einen Ticketautomaten und mehrere abgestellte Fahrräder.

Eine der zerstörten Anzeigentafeln am Bahnhof Terfens/Weer.
© ZOOM.TIROL

Terfens – Unbekannte Vandalen haben in der Nacht auf Dienstag am Bahnhof Terfens-Weer gewütet. Dabei wurden zwei elektronische Fahrplananzeigen, ein Ticketautomat sowie mehrere abgestellte Fahrräder beschädigt. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt, die Polizei ersucht die Besitzer der Fahrräder sowie Zeugen der Tat, sich bei der Inspektion in Schwaz unter der Telefonnummer 059 133/72 50 zu melden.

Mit Vandalismus ist man bei den Bundesbahnen regelmäßig konfrontiert, wie ÖBB-Sprecher Christoph Gasser-Mair erklärt. Durchschnittlich jeden zweiten Tag gibt es bei den ÖBB Tirol eine Meldung über Graffiti oder Beschädigungen. 2018 wurden 54 Graffiti und 120 Fälle von Vandalismus registriert.

„Die Beschädigung fremden Eigentums ist kein Kavaliersdelikt und keine Kunst, sondern eine Straftat, die entsprechend verfolgt wird“, macht der ÖBB-Sprecher klar. Man kooperiere hier eng mit den Behörden und treibe Schadenssummen mit allen Mitteln ein, da Vandalen letztlich der Allgemeinheit und damit dem Steuerzahler schaden. „Der Schaden ist sogar ein mehrfacher, da zum Beispiel angesprühte Züge nicht nur aufwändig gereinigt und ältere Modelle sogar neu lackiert werden müssen, sondern natürlich während der Reinigung ausfallen“, erklärt Gasser-Mair. Wenn die Schmierereien die Betriebssicherheit beeinträchtigen, müsse der Zug sofort aus dem Verkehr gezogen werden, was Zugausfälle und ein Minderangebot an Plätzen zur Folge haben könne. Besonders sensible Bereiche lassen die ÖBB daher verstärkt durch Sicherheitspersonal kontrollieren oder durch Zäune und Überwachungskameras zusätzlich absichern. (np)

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