Trump genehmigt nach Angriffen Öl-Freigabe aus US-Reserven

Nach den Drohnenangriffen auf zwei Ölanlagen in Saudi-Arabien hat US-Präsident Donald Trump die Freigabe von Öl aus den US-Reserven genehmigt. Öl ist indes nach den Angriffen deutlich teurer geworden.

„Aufgrund des Angriffs auf Saudi-Arabien, der sich möglicherweise auf die Ölpreise auswirkt“, habe er die Freigabe bei Bedarf aus der strategischen Reserve genehmigt, schrieb Trump am Sonntag im Onlinedienst Twitter. In welchem Umfang dies geschehen soll, müsse noch festgelegt werden.

Bei der Markteröffnung am Sonntag sprang der Preis für die Nordsee-Sorte Brent um mehr als 19 Prozent auf 71,95 Dollar je Barrel (1 Barrel = 159 Liter). Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl kletterte um mehr als 15 Prozent auf 63,34 Dollar.

Am Samstag waren zwei Öl-Anlagen des saudiarabischen Staatskonzerns Aramco in Abkaik und Churais im Osten des Landes angegriffen worden. Zu den Attacken bekannten sich die jemenitischen Houthi-Rebellen. Dessen ungeachtet machten die USA den Iran verantwortlich. Die Angriffe führten zu einem Einbruch der Ölproduktion in Saudi-Arabien um die Hälfte.

Nach saudischen Angaben fällt bis auf weiteres die Produktion von 5,7 Millionen Barrel Öl pro Tag aus - das entspricht fünf Prozent der weltweiten Produktion. Einem Insider zufolge dürfte es „eher Wochen als Tage“ dauern, bis die volle Kapazität wieder erreicht wird. Gleichwohl werde angesichts der hohen Lagerbestände Saudi Arabiens damit gerechnet, dass die Exporte wie üblich weiterliefen.