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Land Tirol streicht Verjährung für Missbrauchsopfer

Das Land Tirol ringt sich zu Verjährungsverzicht bei Gewalt- und Missbrauchsfällen durch, ein Gesetz wird ausgearbeitet. 185 Tiroler erhalten eine neue Heimopferrente.

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LR Gabriele Fischer arbeitet ein Gesetz für die Missbrauchsopfer aus, LH Günther Platter will Klarheit.
© Land Tirol

Von Peter Nindler

Innsbruck — 500 Opfer von körperlichen, sexuellen oder seelischen Misshandlungen in Landesinstitutionen (Heimen) hat die Tiroler Landesregierung seit 2010 entschädigt. Die Betroffenen erhielten rund 2,8 Millionen Euro. Die massiven Traumatisierungen beeinträchtigten die Heimopfer ein Leben lang. Wegen der Verjährungsfristen war es bisher kaum möglich, Schadenersatzansprüche zivilrechtlich einzuklagen. Das Land verzichtete aus rechtlichen Gründen nicht auf die Verjährung. Mit sechs Klagen sah sich das Land konfrontiert, sie wurden allesamt abgewiesen.


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