Neunmal Gsi: Wie wurde Vorarlberg zu dem, was es heute ist?

Warum Obrigkeitsdenken im äußersten Westen klein und die Eigenständigkeit groß ist. Und warum die ÖVP schwarz und nicht türkis ist. Antworten aus Anlass der Landtagswahl am Sonntag.

Die Alemannen im Westen der Republik – abseits der Besonderheit in ihrer Sprache. Eine Spurensuche.
© iStockphoto

Von Johannes Huber

Gsiberger" bringt eh schon sehr viel zum Ausdruck: Außenstehende bezeichnen Vorarlberger so, weil sie im Unterschied zu allen anderen Österreichern „gsi" sagen, wenn sie „gewesen" meinen. Sie sind demnach anders. Oder eigenartig. Mag sein, dass auch eine gewisse Gestrigkeit mitschwingen soll bei diesem Begriff. Damit werden die Alemannen jedoch leben können: In Wirklichkeit sind sie nämlich nicht nur in der Vergangenheit hängen geblieben, sondern auch in der Gegenwart zu Hause. Das klingt widersprüchlich, ist aber so. Wer's nicht glaubt, möge in den Bregenzerwald reisen. Dort wird Altes nach wie vor gelebt und zugleich behutsam in einen neuen Rahmen gesetzt. Das Ergebnis ist zum Beispiel eine einzigartige, moderne Architektur.

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