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Vergnügliches Rätselraten mit Robert Freund

„Untold Stories“ von Robert Freund auf der Innsbrucker Plattform 6020.

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2015 in Öl auf Leinwand gemalter „Ikarus“ von Robert Freund.
© freund

Innsbruck –Die Bildgeschichten, die der 38-jährige St. Johanner Robert Freund erzählt, könnten skurriler kaum sein. Da spielt ein Mann mit Halbglatze mit Bauklötzchen, den Arm auf Goethes „Faust“ gelegt, beobachtet von einer Eule. Aus den Fabrikschloten im Hintergrund steigen rosa Wolken in den tiefviolett gekrausten Himmel auf. Was uns der Künstler da sagen will, bleibt ein Rätsel. Kommt in der Opulenz, mit der Freund mit Versatzstücken des Realen spielt, beunruhigend vergnüglich daher.

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„Untold Stories“ nennt der Schmalix-Schüler seine Ausstellung auf der Plattform 6020. Geht es dem Künstler, dessen malerische Handschrift ein raffinierter Verschnitt aus Neuer Sachlichkeit und Magischem Realismus ist, doch nicht um das Abbilden des Realen, sondern um dessen Weiterdenken in den unendlichen Gefilden der Phantasie.

Wo Menschen durchaus den Kopf eines Vogels haben können, an dessen weit ausgebreiteten Schwingen kopfüber kleine Häuschen baumeln. Formal tut Robert Freund bisweilen naiv, was er in Wirklichkeit allerdings so gar nicht ist. Ist in diesen Bildern doch jedes Detail ganz exakt überlegt, aufgeladen mit hintergründig vieldeutiger Metaphorik. Mit viel Ironie verdichtet zu Bildteppichen, die sehr viel mit uns und unserer bildversessenen Zeit zu tun haben.

Zeichnet Robert Freund, werden Menschen, Tiere und Dinge zu einem dekorativ in der Fläche ausgebreiteten Muster. Wesentlich bauchiger ist der gelernte Glasmaler dann unterwegs, wenn er große Keramikschalen in großem Gestus bunt bemalt. (schlo)

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