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Ein Highlight für den eSport auf 2212 Metern Seehöhe am Venet

Bei der zweiten Station des „TT eSport Cups powered by AK Tirol“ ging es gleich hoch hinaus. Das Bezirksfinale Landeck fand in der Region Tirol West, am Hausberg von Zams, am Venet, auf 2212 Metern Seehöhe statt.

Die Gaming-Area im Panorama-Restaurant Venet lockte auch Wanderer und Bergsportler an, die sich von den Cupspielen in den Bergen durchwegs begeistert zeigten.
© e.ma

Der TT eSport Cup ist ein komplett neues Meisterschaftsformat und österreichweit einzigartig. Zehn Turniere in allen neun Tiroler Bezirken und ein großes Landesfinale — so lautet der Tour-Plan. In der ersten Saison wird auf der Playstation 4 die beliebte Fußballsimulation FIFA 20 gespielt.

Wie schon im SZentrum in Schwaz, kämpften die eSportler auch in der Region West am Venet um vier begehrte Plätze für das Landesfinale, bei dem es um ein Preisgeld in Höhe von 2000 Euro und den begehrten Wanderpokal geht. Um dieses Ziel zu erreichen, reisten die ersten eSportler schon sehr früh an. Trotz Turnierstart um 13 Uhr waren die ersten Spieler um 11 Uhr in einer der Gondeln der Venet Bergbahnen.

In der Pause trafen sich einige Spieler zur gemeinsamen Fahrt auf dem Venet Bob und zum Gruppenfoto.
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Ein Turnier auf 2212 Metern Seehöhe spielt man eben nicht jeden Tag. „Die Location am Berg war für mich, wenn ich ehrlich bin, sehr überraschend. Dass das Turnier auf dem Berg stattfindet, habe ich erst von meinem Kollegen Aziz erfahren, als wir auf einmal vor der Seilbahn geparkt haben. Umso mehr war dies für mich eine positive Überraschung", verrät Bezirkssieger Latif Yildirim.

Nach zeitweise einseitigen Duellen in der Vorrunde hätte das Finale zwischen Simon Goldberger und Latif Yildirim nicht spannender sein können. Bei einem Stand von 2:2 zündete der Vorarlberger Yildirim noch einmal den Turbo und ging in eine fulminante Schlussoffensive. Mehrmals scheiterte er knapp am erlösenden Führungstreffer, zu engmaschig hatte Simon Goldberger seine Defensive aufgestellt.

Nach einer mitreißenden Verlängerung, für die selbst die Mitarbeiter im Panoramarestaurant Venet ihre Schicht unterbrachen und gebannt auf die Bildschirme starrten, kam es zum ersten und einzigen Elfmeterschießen des Tages. Dort konnte sich Yildirim knapp durchsetzen (Endstand 5:4). „Das Landesfinale ist für mich wie eine schwarze Kiste. Ich weiß nicht, was mich dort erwartet. Da ich in dieser Szene als Vorarlberger in Tirol eher ein Unbekannter bin, werde ich als Underdog versuchen, erst einmal bis ins Achtel- bzw. ins Viertelfinale zu kommen. Ich hoffe natürlich, dass es auch dort zu einem Sieg reicht und ich dadurch einige eSport-Scouts auf mich aufmerksam machen kann", hofft Yildirim auf eine ähnliche gute Leistung beim Landesfinale.

Doch der erfahrene FIFA-Spieler weiß, „die großen Brocken kommen dann erst dort." Ein eSport-Turnier auf über 2000 Metern Seehöhe hat absoluten Seltenheitswert. Dass der digitale Sport und der Berg zusammenpassen, sieht auch der „Gastgeber" und Vorstand der Venet Bergbahnen, Werner Millinger so: „Der TT eSport Cup hat mir wirklich sehr gut gefallen. Das Turnier hat eine ganz besondere Stimmung auf unseren Berg gebracht. Ebenso interessant war das Zusammentreffen von Wanderern, Bergsportlern und den eSportlern. Es ist einfach ein cooles Event, das trotz der Technik absolut auf einen Berg passt. Die Spieler und das ganze Equipment verbreiten eine einmalige Stimmung und haben die Besucher wirklich mitgerissen. Gerne wieder."

Tirols erstes großes FIFA-Turnier auf über 2000 Metern Seehöhe in der Region Tirol West auf dem Venet kann getrost als Highlight bezeichnet werden. Spieler, Organisatoren, Gastgeber und Zuschauer durften ein hochspannendes Turnier erleben. In der Pause zwischen Vorrunde und K.o.-Phase wurde auch die direkt neben der Gaming-Area gelegene Sommerrodelbahn, der Venet Bob, getestet. Die Verbindung aus digitalem Sport und Berg funktioniert und schreit nach Wiederholung. Am 30. November geht es beim TT eSport Cup 2019 powered by AK Tirol zum nächsten Mal hoch hinaus. Dann wird am Hoadl Haus in der Axamer Lizum um die letzten vier Plätze fürs Landesfinale gespielt.


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