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Gletscherschutz in Tirol: Gegen den falschen Fußabdruck

Kritiker der Gletscher-Ehe fordern statt neuer Seilbahnen und Pisten einen Paradigmenwechsel und eine Ökologisierung des Tourismus.

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Auf dem Tiefenbachferner in Sölden soll es künftig nicht nur eine Aussichtsplattform geben, sondern eine Seilbahn soll ihn mit dem Pitztaler Gletscher verbinden.
© Thomas Boehm / TT

Innsbruck –Im Jahr 2005 wurde der Gletscherschutz in Tirol aufgeweicht, die Ötztaler und Pitztaler Gletscherbahnen nützen jetzt die Möglichkeit einer Skigebietsverbindung maximal aus. 64 Hektar neue Pisten, drei Seilbahnen, ein Skitunnel und ein Speicherteich mit einem Fassungsvermögen von 104.000 Kubikmetern sind geplant. Für die Umweltorganisationen WWF, Naturfreunde und den Alpenverein ist das nicht hinnehmbar. „Mit dem Linken Fernerkogel und den Gletschern Karlesferner, Hängender Ferner und Mittelbergferner würde zugunsten des Massentourismus eine gänzlich ursprüngliche und intakte Hochgebirgslandschaft endgültig zerstört werden.“


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